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Ausstellung über Maria Montessori

03.05.2002 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Maria Montessori suchte die Herausforderung: Sozial benachteiligte oder behinderte Kinder, Kinder in verschiedenen Entwicklungsstufen oder verschiedenen Alters - heterogene Gruppen, an denen Lehrern von Regelschulen wahrscheinlich verzweifelt wären, stellte die italienische Pädagogin sogar absichtlich zusammen, um die unterschiedlichen Stärken der Kinder reifen zu lassen.

Maria Montessori (1870-1952), die mit ihren ungewöhnlichen Ansätzen Menschen auf der ganzen Welt überzeugt, wird zu ihrem 50. Todestag mit einer Ausstellung im Foyer des Schlosses zu Münster, dem Hauptgebäude der Westfälischen Wilhelms-Universität, geehrt. Diese findet im Rahmen eines Symposiums anlässlich der Europawoche statt, das vom Institut für Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik am 6. Mai im Festsaal der Universität Münster ausgerichtet wird. Erziehungswissenschaftler aus sieben europäischen Ländern diskutierten an diesem Tag über die Frage "Brauchen Europas Schulen einen Erziehungskonsens ?".

Mit der Ausstellung, die ebenfalls am 6. Mai um 14 Uhr im Foyer des Schlosses eröffnet wird, stellt das Montessori-Zentrum der Universität die Lebensgeschichte von Maria Montessori vor und erläutert ihr pädagogisches Konzept. Prof. Dr. Harald Ludwig, Leiter des Montessori-Zentrums spricht in einem Vortrag über "Europäische Internationalität in der Pädagogik Montessoris", Dr. Christian Fischer, Experte in der Erforschung der Förderung Hochbegabter, wird mit seinem Beitrag eine "Einführung in die Montessori-Ausstellung" geben.

Besucher können sich in der Ausstellung, die noch bis zum 10. Mai gezeigt wird, außerdem über Schulen und Kindergärten in Nordrhein-Westfalen informieren, die ihre Pädagogik nach Montessori ausrichten. Ein Beispiel dafür ist das Kinderhaus Pötterhoek in Münster, in dem Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren untergebracht sind. Auch einige der Montessori-Materialien werden zu sehen sein, so etwa die "Apotheke", in der Kinder spielerisch das Dividieren selbst mit größeren Zahlen erlernen.
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