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Gedenktafel und Fachtagung:

27.01.2006 - (idw) Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Münster-Freiburg Symposium ehrt Georg Karl von Hevesy Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit 18 Jahren laden die befreundeten Ärztlichen Direktoren der Abteilungen für Nuklearmedizin der Universitätsklinika in Freiburg und Münster, Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Ernst Moser und Prof. Dr. Dr. Otmar Schober, einmal im Jahr zu einer gemeinsamen Fachtagung ein. Mit dem Münster-Freiburg Symposium fördern sie den Dialog zwischen den Medizinern des Querschnittsfachs Nuklearmedizin und Ärzten benachbarter Disziplinen, etwa Chirurgen, Kardiologen oder Neurologen.

In diesem Jahr ist das Symposium erstmals nicht nur Fach-, sondern auch Gedenkveranstaltung. Mit dem

18. Münster-Freiburg Symposium

am Samstag, den 4. Februar 2006, von 9.30 bis 13.00 Uhr
im Großen Hörsaal der Medizinischen Universitätsklinik, Hugstetter Straße 55 in Freiburg

wird der herausragende Wissenschaftler, Nobelpreisträger und Pionier der Nuklearmedizin, Georg Karl von Hevesy, geehrt. Die Veranstaltung beginnt um 9.30 Uhr mit verschiedenen Grußworten, einer Laudatio sowie einem Kurzvortrag von Professor Dr. Kurt Bucher. Anschließend enthüllt Prof. Dr. Wolfgang Jäger eine Gedenktafel für Georg von Hevesy, die künftig im Eingangsbereich des Hauses von Frerichs an den "Vater der Nuklearmedizin" erinnern soll. Nach der Ehrung von Georg Karl von Hevesy fährt das Programm von 11.30 bis 13.00 Uhr mit wissenschaftlichen Vorträgen fort, die aufzeigen, wie sich das Fach Nuklearmedizin von den Anfängen, bis heute weiterentwickelt hat: "Vom Tracerprinzip zur funktionellen Bildgebung und zur 'Targeted Radiotherapy'".

Ich würde mich freuen, Sie zu diesem Termin begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen und kollegialen Grüßen

Rudolf-Werner Dreier
Leiter Kommunikation und Presse
Hintergrundinformation

Georg Karl von Hevesy, gebürtiger Ungar jüdischer Abstammung, studierte in Budapest, Berlin und Freiburg Chemie, Mathematik und Physik. Er forschte und lehrte von 1926 bis 1934 in Freiburg als Ordinarius am Institut für Physikalische Chemie. Der Wissenschaftler leistete Pionierarbeit in der Grundlagenforschung und Anwendung von radioaktiven Indikatoren in der Biologie und Medizin, er entdeckte das Element Hafnium und erhielt 1943 den Nobel-Preis für Chemie für seine Forschung zur Isotopenmarkierung.

Im Jahr 1934 sah sich der Wissenschaftler "aus politischen Gründen" gezwungen, nach Dänemark und 1943 nach Schweden zu emigrieren. In seiner Biografie über Georg Karl von Hevesy berichtet Professor Dr. Siegfried Niese, dieser habe sich mit Freiburg im Breisgau besonders verbunden gefühlt. Die Sympathie ist gegenseitig: Die Badische Zeitung schreibt im Jahr 1959 anlässlich der Verleihung des Ehrendoktors an Georg Karl von Hevesy, er sei "eigentlich ein Freiburger". Von Hevesy kehrte kurz vor seinem Tod im Jahr 1966 nach Freiburg zurück. Er wurde in Freiburg-Littenweiler begraben.

Georg Karl von Hevesy wurde bereits in der Vergangenheit von den Abteilungen für Nuklearmedizin der Universitätsklinika Freiburg und Münster geehrt: In beiden Kliniken tragen die Stationen zur Behandlung mit offenen radioaktiven Stoffen den Namen "von Hevesy".

Die Tradition der Münster-Freiburg Symposien begründet sich im Jahr 1988, als die beiden befreundeten Nuklearmediziner Professor Dr. Dr. Dr. h.c. Ernst Moser und Professor Dr. Dr. Otmar Schober fast zeitgleich in Freiburg beziehungsweise Münster berufen wurden und zu diesem Anlass das erste Symposium ausrichteten. Das 18. Münster-Freiburg Symposium wird gemeinsam von den Medizinischen Fakultäten Freiburg und Münster, der Fakultät für Chemie, Pharmazie und Geowissenschaften der Universität Freiburg sowie den Abteilungen für Nuklearmedizin der Universitätsklinika Freiburg und Münster veranstaltet. Nach der Ehrung von Georg Karl von Hevesy fährt das Programm mit wissenschaftlichen Vorträgen fort, in denen die Referenten aufzeigen, wie sich das Fach Nuklearmedizin von den Anfängen, zu von Hevesy's Zeiten, bis heute weiterentwickelt hat: "Vom Tracerprinzip zur funktionellen Bildgebung und zur 'Targeted Radiotherapy'".


Kontakt:

Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Dr. h.c. Ernst Moser
Universitätsklinikum Freiburg, Abteilung Nuklearmedizin
Tel. 0761 / 270-3916
Fax 0761 / 270-3930
E-Mail: ernst.moser@uniklinik-freiburg.de
Weitere Informationen: http://www.pr.uni-freiburg.de/pm/2006/Nuklearmedizin_Freiburg-M%FCnster-Symposium.pdf
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