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Die Fachhochschule wird zur Hochschule Darmstadt - University of Applied Sciences

31.01.2006 - (idw) Fachhochschule Darmstadt

Umfangreicher Entwicklungsprozess an der FHD im letzten Jahr auf den Weg gebracht An der Fachhochschule Darmstadt, die ab dem 1. März 2006 Hochschule Darmstadt - University of Applied Sciences heißen wird, wurden in den letzten Monaten entscheidende Weichen für die Zukunft gestellt.
Der Entwicklungsplan für die Jahre 2006 bis 2010 wurde Anfang Dezember 2005 beschlossen, die Zielvereinbarungen zwischen dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) und der Hochschule Darmstadt sind auf den Weg gebracht und eine Reihe von Regelungen, darunter viele Studien- und Prüfungsordnungen und die Evaluationssatzung, wurden erlassen. Die Fachhochschule Darmstadt befindet sich in einem umfangreichen Veränderungsprozess und beabsichtigt entscheidende strukturelle Maßnahmen, die die Fachbereiche an den beiden Standorten in Darmstadt und Dieburg, die Zentralverwaltung und die zentralen Einrichtungen betreffen.

"Die Hochschule Darmstadt", so die Präsidentin Prof. Dr. Maria Overbeck-Larisch, "ist eine Hochschule für angewandte Wissenschaften, die den Studierenden ein umfassendes, wissenschaftsorientiertes und berufsqualifizierendes Studium ermöglicht und die Erschließung wissenschaftlicher Erkenntnisse für die Praxis fördert. Die Hochschule Darmstadt ist einem ganzheitlichen Bildungsauftrag verpflichtetet und bezieht alle Hochschulmitglieder in den Prozess des Gestaltens mit ein. Alle in den letzten beiden Jahren eingeleiteten Maßnahmen, wie die erstmalige Verabschiedung eines Leitbildes der Hochschule (Senatssitzung vom 12.10.04) und einer Evaluationssatzung (Senatssitzung vom 11.7.05), der Beschluss für den neuen Namen Hochschule Darmstadt (Senatssitzung vom 31.05.05) und die Entwicklung eines neuen Corporate Design, die Entscheidung über einen Entwicklungsplan für die Jahre 2006 bis 2010 (Sitzungen des Präsidiums und des Senats vom 6.12.05) und die Entwicklung eines neuen, transparenten Budgetierungsmodells für die interne Mittelzuweisung sind Teile eines komplexen Veränderungsprozesses, mit dem die Hochschule auf die Veränderungen in der hochschulpolitischen Landschaft reagiert."

Der Entwicklungsplan der Hochschule Darmstadt soll Leitlinie und Zielvorgabe der weiteren Entwicklung der Hochschule sein. Er wurde auf der Grundlage der Strukturpläne der Fachbereiche des Jahres 2004 erarbeitet. Er berücksichtigt die aktuellen Herausforderungen und entwickelt Strategien für den Bologna-Prozess, die Internationalisierung, das Life-Long-Learning, das E-Learning und die Qualitätssicherung, um nur einige Stichworte zu nennen. Das Leitbild und der Entwicklungsplan der Hochschule fließen in die Zielvereinbarungsgespräche mit dem HMWK ein.

Den Studienerfolg junger Menschen mit hoher Qualität sicher zu stellen, ist ein zentrales Anliegen der Hochschule. Hohe Qualität bedeutet aber auch, dass die Studierenden im Rahmen ihres Studiums die Möglichkeit zu einer umfassenden Bildung haben, dass sie sowohl fachliche als auch soziale Kompetenz erwerben können.

Das breite Fächerspektrum der Hochschule ist eine wichtige Voraussetzung für ein interdisziplinäres Studienangebot. Ausgehend von zurzeit noch 15 Fachbereichen in den vier Schwerpunktbereichen klassische Ingenieurwissenschaften, Mathematik und Naturwissenschaften (1.), neue Medien, Informations- und Kommunikationswissenschaften (2.), Human-, Sozial-, Kultur- und Wirtschaftswissenschaften (3.) sowie Architektur und Design (4.) will die Hochschule vorhandene Stärken ausbauen, weiter entwickeln und das Fächerspektrum optimieren. Im Rahmen des Bologna-Prozesses werden bis 2010 alle Studiengänge mit klassischem Diplomabschluss in konsekutive Studiengänge mit Bachelor- und Masterabschluss umgewandelt.

Eine Bündelung und Konzentration der Kräfte gelingt durch die Neustrukturierung der Fachbereiche. Hier sind die wichtigsten Ergebnisse die Fusion der beiden Elektrotechnik-Fachbereiche, die Fusion der Fachbereiche Kunststofftechnik und Maschinenbau, die Fusion des Fachbereichs Sozialpädagogik mit dem Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften sowie die Fusion des Fachbereichs Informations- und Wissensmanagement mit dem Fachbereich Media. Mit der zuletzt genannten Fusion soll die Entwicklung des Campus Dieburg zu einem Standort für Information und Medien eingeleitet werden.

Neben den klassischen Studienprogrammen wird die Hochschule ihr Engagement in der Weiterbildung verstärken. Schon bestehende Studienprogramme wie zum Beispiel IBWL (Internationale Betriebswirtschaftslehre) oder die berufsbegleitende Weiterbildung in der Informatik, die in Zusammenarbeit mit dem Conservatoire Nationale des Arts et Métiers in Paris(CNAM) durchgeführt wird, sollen durch neue Angebote ergänzt werden. Zurzeit plant die Hochschule in Zusammenarbeit mit der Zentralen Fernfachhochschule (ZFH) in Koblenz einen Fernstudiengang Elektrotechnik, der zum Wintersemester 2006/07 starten soll.

Viele der hier genannten Maßnahmen wurden aufgrund gesetzlicher Vorgaben und Bestimmungen an der Hochschule in Angriff genommen und beschlossen. Die Inhalte und die Konsequenz der Umsetzung tragen allerdings die deutliche Handschrift der Hochschulleitung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Qualität in Lehre und Forschung an der Hochschule zu sichern und zu steigern.

Die Evaluationssatzung, die im Juli letzten Jahres durch das HMWK genehmigt wurde, fixiert die Richtlinien, nach denen künftig Lehre, Studium und Weiterbildung regelmäßig bewertet werden.

"Auch wenn für die Zukunft steigende Studierendenzahlen prognostiziert werden, muss es uns als anwendungsorientierte Hochschule doch gelingen, die Qualität unserer Lehre zu sichern und nach Möglichkeit zu steigern. Im internationalen Wettbewerb der Hochschulen zählt letztendlich nur der Erfolg, der sich an der Qualität misst. Wir stellen uns diesem Wettbewerb.", so die Präsidentin, Prof. Dr. Maria Overbeck-Larisch.

Die wichtigsten Ergebnisse der Neustrukturierung der Zentralverwaltung und der zentralen Einrichtungen sind eine neue Ressortstruktur, die Zusammenlegung des Rechenzentrums und der Abteilung Infodienste zu einer neuen Abteilung IT-Dienste und -Anwendungen, die Zusammenfassung der Referate für Marketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising und Alumniarbeit zu einer neuen Abteilung Hochschulmarketing, die Aufteilung der bisherigen Abteilung Bau und Liegenschaften in die Abteilung Facility-Management und den Bereich Bauliche Entwicklungsplanung, die Gründung eines Career Centers sowie die Einrichtung zweier Stabsstellen für einen Bologna- und einen Qualitätsbeauftragten.

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Wissenschaftsmanagement e.V. in Speyer wird derzeit eine Weiterbildungsmaßnahme für neue Dekane und Führungskräfte entwickelt, um so einen reibungslosen Einstieg Leitungsaufgaben zu ermöglichen.


"Eine moderne Hochschule muss heute mehr sein, als ein Ort des Lehrens und Lernens". Deshalb unterstützt die Hochschulleitung nachdrücklich das Engagement der Professorinnen und Professoren in Forschung und Entwicklung sowie in der Kunst.
"Aber nur wenn die Hochschule mit den nötigen finanziellen Ressourcen ausgestattet wird - und nur dann -, kann sie ihren Beitrag zum Erhalt der Zukunftsfähigkeit dieses Landes leisten, dessen Hauptressource das geistige Potential seiner Menschen ist.", so Prof. Dr. Maria Overbeck-Larisch.

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