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Rainer Fraling und Theo Lieven neue Ehrensenatoren der RWTH

06.02.2006 - (idw) Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

PC-Pioniere der Hochschule eng verbunden Im Rahmen eines Festaktes erhielten Rainer Fraling und Theo Lieven die Würde eines Senators ehrenhalber der RWTH Aachen. Rektor Univ.-Prof. Dr. Burkhard Rauhut zeichnete die beiden PC-Pioniere im Hauptgebäude der RWTH Aachen aus.

Mit der Verleihung des Titels eines Ehrensenators will die RWTH Aachen Personen würdigen, die sich in besonderer Weise um die Hochschule verdient gemacht haben. Lieven und Fraling waren zunächst als Studenten an der RWTH eingeschrieben, wurden später als PC-Pioniere und Unternehmerpersönlichkeiten bekannt und sind heute noch als Investoren der Hochschule eng verbunden. Ohne die Pionierleistung der Beiden, die zum heutigen Verbreitungsgrad der Personal Computer beitrug, wären viele Entwicklungen in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft anders verlaufen.

Fraling begann nach dem Abitur ein Maschinenbaustudium, Lieven schrieb sich für das Fach Mathematik ein. Beide engagierten sich in Fachschaften und studentischen Projekten. Im Verein "Studienhilfe e.V." beschafften sie teure Studienmaterialien wie Rechenschieber, Zeichenbretter und auch die ersten wissenschaftlichen Taschenrechner zu günstigen Preisen. Dabei konnten sie Rabatte von 30 Prozent beim Großhandel erreichen und diese an ihre Kommilitonen weitergeben. In dieser Zeit erhielten sie ihre unternehmerische Grundausbildung, die - unter anderem angeregt durch die zunehmende Bedeutung des Computers - zum Aufbau eines eigenen Unternehmens führte.

1975 gründeten Fraling und Lieven die Vero GmbH mit dem Ziel, neue Technik zu einem günstigen Preis anzubieten. Nach einigen Jahren kontinuierlichen Wachstums erfolgte 1981 die Umfirmierung in VOBIS Mikrocomputer AG. 1988 entwickelte VOBIS als mittelgroßes Unternehmen die Hausmarke "Highscreen", die durch die schnelle Umsetzung technischer Neuerungen in verkaufsfähige Produkte charakterisiert war. So war VOBIS 1992 einer der ersten Anbieter von Personal Computern mit CD-ROM-Lauf-werken. Damals waren bis zu 280 RWTH-Studierende in verschiedenen Bereichen des Unternehmens beschäftigt und erhielten erste Arbeitserfahrungen in der aufstrebenden IT-Industrie. 1996 erfolgte der Verkauf der Firma VOBIS, die zu diesem Zeitpunkt 3.000 Beschäftigte und einen Umsatz von über drei Milliarden Mark hatte, an die Kaufhof AG.

Fraling und Lieven, die ihr Studium angesichts der außerordentlichen Geschäftsentwicklung nicht abschließen konnten, wurden zum Musterbeispiel für wissenschaftsorientierte Gründer im universitären Umfeld. Mit dem VOBIS-Erfolg wurde die RWTH Keimzelle eines der bedeutenden deutschen IT-Unternehmen.

Über viele Jahren fühlen sich Fraling und Lieven der RWTH eng verbunden, so unterstützen sie die Hochschule beispielsweise mit einer Spende, die den Aufbau der Fundraising-Aktivitäten ermöglicht. Mit Hilfe der Investition soll die systematische Einwerbung von Sponsoren- und Mäzenantengeldern forciert und damit die weitere Entwicklung der RWTH Aachen vorangetrieben werden.

i. A. Angelika Hamacher

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