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Preis für die Erforschung einer effizienteren Datenhaltung

10.02.2006 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

IBM verleiht am 17. Februar "Faculty Award" an Informatiker der Universität Jena Jena (10.02.06) Für ihre Arbeiten zu einer effizienteren und günstigeren Datenhaltung werden Informatiker der Universität Jena von der IBM Deutschland GmbH ausgezeichnet. Bei einem öffentlichen Festakt am 17. Februar wird die Überreichung des IBM Faculty Award 2005 an die Universität feierlich begangen. Der mit 40.000 US-Dollar dotierte Preis ging kürzlich an Prof. Dr. Klaus Küspert und sein Team vom Lehrstuhl für Datenbanken und Informationssysteme.

"Ich freue mich sehr über die Auszeichnung, die auf den Leistungen des ganzen Teams, insbesondere der praxisorientierten Forschung basiert", betont Küspert. "Das Preisgeld erlaubt es uns, die personelle Basis auszubauen und die Forschungen an diesem zukunftsträchtigen Thema fortzusetzen und zu erweitern", ergänzt der Jenaer Datenbank-Experte.

Die IBM würdigt mit dem Faculty Award weltweit herausragende Arbeiten, die richtungsweisend für die IT Branche sind. "Die wissenschaftlich gewonnenen Erkenntnisse aus dem Jenaer Projekt ergänzen unsere eigenen Forschungen zur Erweiterung von DB2 in Richtung XML. Dies zeigt erneut, dass die enge Zusammenarbeit mit Partnern aus Lehre und Forschung für Innovationen von wachsender Bedeutung ist. Professor Küspert und sein Team betreiben hier exzellente - für die Industrie relevante - Wissenschaft. Dies möchten wir mit dem Faculty Award unterstützen," erklärt Erwin Jung, Leiter der Wissenschaftsbeziehungen der IBM Deutschland GmbH.

Die Preisträger des IBM Faculty Award werden von einem hochkarätigen internationalen Gremium ausgewählt. Die von IBM nominierten Experten müssen Inhaber einer Vollzeit-Professur sein und über eine hohe Reputation auf ihrem Arbeitsgebiet verfügen. Amerikanische Elite-Universitäten, wie das Massachusetts Institute of Technology (MIT) und die Berkeley Universität sind neben der Friedrich-Schiller-Universität Jena weitere Preisträger.

Die prämierte Arbeit verknüpft - auf einem hohen theoretischen Niveau - die Datenauszeichnungssprache XML mit der Datenbanksprache SQL, diese sogar in der Variante 2007, deren Normierung frühestens im nächsten Jahr abschließend geregelt werden soll. "Wir sind mit unserer Arbeit also der Zeit bereits ein gutes Stück voraus", sagt Küsperts Mitarbeiter Thomas Müller. Er ist momentan dabei, einen Software-Prototypen für die zukünftigen Aufgaben zu bauen. Der soll die Schnittstelle zwischen den Anwendungsprogrammen und dem XML-Datenhaltungssystem optimieren - die Übertragung der Daten zwischen dem Gesamtdatenbestand und den angefragten Aufgaben also beschleunigen und vereinfachen.

In der Anwendung der Ergebnisse geht es beispielsweise darum, wie eine riesige Kundenkartenverwaltung - wie sie etwa bei Banken oder in Handelsunternehmen vorkommt - durch den Einsatz von XML weiter optimiert werden kann. XML ermöglicht eine neue Funktionalität, "mit XML wächst zugleich die Mächtigkeit", weiß Küspert. Durch die Jenaer Forschungen kann nun trotz höherer Datenmengen eine größere Performance erreicht werden. Diese Effizienzsteigerung und damit Kostenminimierung erreichen die Jenaer Informatiker v. a. durch eine geschicktere Verteilung der Rechenprozesse. Sie nutzen nicht mehr den gesamten Datenbestand, sondern nur die benötigten Teile für die Rechenoperationen. Ein Feld, das nicht nur bei großen Kundendatenbeständen, sondern auch im E-Commerce eine große Rolle spielt. "Wir werden unsere Forschungen auf diesem Gebiet noch intensivieren", verspricht Prof. Küspert, "der IBM Award ist uns dabei Auszeichnung und Ansporn zugleich".


Kontakt:
Prof. Dr. Klaus Küspert und Dipl.-Inf. Thomas Müller
Institut für Informatik der Universität Jena
Ernst-Abbe-Platz 2, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 946360 und 946363
E-Mail: kuespert[at]informatik.uni-jena.de / mueller[at]informatik.uni-jena.de

Hinweis für die Medien:
Journalistinnen und Journalisten sind zur Überreichung des IBM Faculty Award herzlich eingeladen. Der Festakt findet am 17. Februar von 13.15-14.30 Uhr im Senatssaal der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Fürstengraben 1, 1. OG) statt.

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