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Kompetenz für Kanal-Instandhaltung - einzigartiger Studiengang an TAS/FH Kaiserslautern

13.02.2006 - (idw) Fachhochschule Kaiserslautern

Ein neuer - in dieser Form einzigartiger - Weiterbildungsstudiengang an der Fachhochschule Kaiserslautern bildet in Kooperation mit der Technischen Akademie Südwest (TAS) Spezialisten aus, die den Bestand der Abwasserableitung sicher stellen, um den drohenden Abwasser-Kollaps fachlich aufzuhalten. In Deutschland gibt es etwa 1,5 Millionen Kilometer Abwasserkanäle, die in den letzten 100 Jahren gebaut wurden. Nach neuesten Erhebungen müssen davon etwa 20 Prozent kurz- bzw. mittelfristiger saniert werden. Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) warnt vor den Gefahren, die vom maroden Kanalsystem ausgehen und weist auf die immensen Folgekosten hin:
"Zum einen ist die Gefahr der Grundwasserverunreinigung zu sehen, ein Thema, das in der Öffentlichkeit am sensibelsten wahrgenommen wird. Weiterhin liegen viele Kanäle unterhalb des Grundwasserspiegels und wirken somit infolge von Leckagen, wie Drainagen. Dies kann zu hydraulischen Überlastungen der Netze führen, zu erhöhten Pumpkosten und zu relativ verminderten Reinigungsleistungen der kommunalen Kläranlagen. Schließlich ist zu sehen, dass in den vergangenen Jahrzehnten Milliardenbeträge in die öffentliche Kanalisation investiert wurden und das öffentliche Kanalnetz somit ein erhebliches Volksvermögen darstellt. Nun gilt es - auch aus finanzieller Sicht - auf dessen Substanzerhalt zu achten, so dass dieses Vermögen nicht leichtfertig aufgezehrt wird. [Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA)]"
Leere Kassen in Kommunen und Ländern machen eine Erneuerung der Kanalisation nach aktuellstem Standard kaum denkbar. "Allein mit den Methoden des Tiefbaus, der sich traditionell mit der Kanalisation befasst, ist dieser Misere nicht beizukommen", meint Dr. Lothar M. Scherer, geschäftsführender Professor der Technischen Akademie Südwest. "Neue und intelligente Lösungen sind hier gefragt, die spezifische Kenntnisse und eine hohe Qualifikation der Ingenieure erforderlich machen" führt Prof. Dr. Peter-Michael Hajek vom FH-Studiengang Bauingenieurwesen aus, der diesen berufsbegleitenden Studiengang initiiert hat und fachlich leitet. "Hier braucht es zusätzliche interdisziplinäre Kompetenzen aus Technik, Recht, Wirtschaft und Sicherheitstechnik im Gesamtrahmen der Kanalnetze. Und genau diese wollen wir mit dem neuen Master-Studiengang 'Instandhaltungsmanagement von Rohrleitungssystemen' vermitteln."
Der neue Studiengang wird in Kooperation der Technischen Akademie Südwest (TAS) mit dem Bauingenieurwesen an der Fachhochschule Kaiserslautern und deren fachlicher Kompetenz angeboten.
Das Angebot richtet sich an Architekten, Bauingenieure, Personen aus den Bereichen Entsorgungs- und Umwelttechnik, Gebäudetechnik, Versorgungstechnik oder einem verwandten Studiengang sowie Personen, die mit diesen Fragestellungen (Kommunen, Ingenieurbüros) betraut sind und auf der Karriereleiter aufsteigen oder ein zweites berufliches Standbein gründen wollen. Voraussetzungen sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium in einem verwandten Studiengang oder eine mindestens dreijährige berufliche Tätigkeit in der Erstellung, Betrieb oder/und Sanierung von Entwässerungssystemen nach dem ersten Studienabschluss. Studiert wird im Fernstudium, das durch die Lernplattform WebCT unterstützt wird, mit Präsenzphasen an der Fachhochschule Kaiserslautern. Das Studium kann mit dem Master of Engineering abgeschlossen oder es können einzelne Themen zur Weiterbildung in Form von Seminaren belegt werden. Weitere Informationen unter Tel. 0631/3724-720 oder www.tas-kl.de.


Ansprechpartner: Prof. Dr. Lothar Scherer / Tel. 0631/3724-720 / tas@fh-kl.de
Prof. Dr. Peter-Michael Hajek, Tel. 0631/3724-526 / p.hajek@bauing.fh-kl.de
Redaktion: Pressestelle FH-Standort Kaiserslautern
Hubert Grimm / Tel.: 0631/3724-108 / Email: presse@fh-kl.de
Elvira Grub / Tel.: 0631/3724-163 / Email: presse@fh-kl.de
Weitere Informationen: http://www.tas-kl.de
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