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Tagung: "Gewalt im politischen Raum" im ZiF der Universität Bielefeld

13.02.2006 - (idw) Universität Bielefeld

Am 20. und 21. Februar diskutieren im Bielefelder Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) internationale Sozial- und Geisteswissenschaftler die Frage, welche Rolle Gewalthandlungen und Gewaltdiskurse im politischen Raum spielen. Veranstalter sind Heinz-Gerhard Haupt, Ingrid Gilcher-Holtey und Neithard Bulst für den Bielefelder Sonderforschungsbereich 584 ("Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte"). Teilnehmer: Willibald Steinmetz (Universität Bielefeld), Herfried Münkler (Humboldt-Universität Berlin), Wilhelm Heitmeyer (Universität Bielefeld), David Apter (Universität Yale) und andere.

Gewalt im Raum des Politischen
Gewalthandlungen und -diskurse sind Formen der Grenzziehung des politischen Raumes. In ihnen und durch sie werden Unterscheidungen zwischen legitimen und illegitimen Mitteln, Praktiken und Semantiken des Politischen manifest. Ausgehend von drei im Rahmen des Bielefelder Sonderforschungsbereichs geförderten Forschungsprojekten zu französischen und englischen Bauernrevolten im Mittelalter, Teuerungsprotesten in Frankreich und Deutschland im 19. Jahrhundert und dem Verhältnis der Autonomen zur Gewalt in der Bundesrepublik der 1980er Jahre soll auf der Tagung diskutiert werden,
1. inwiefern gewalthaftes Handeln als Teil des Politischen akzeptiert, tabuisiert oder umstritten war, und
2. ob und wie durch gewaltsame Aktionen die Grenzen des politischen Raumes bestätigt, ausgeweitet, verändert wurden.

Ziel der Tagung ist es überdies, die drei Projekte im Gesamtzusammenhang des Sonderforschungsbereichs zu verorten und diesen weiterzuentwickeln, nach dem Stellenwert der Projekte zu fragen und künftige Forschungsperspektiven zu entwickeln.

Weitere Informationen und das komplette Programm der Tagung findet sich im Internet:
www.uni-bielefeld.de/geschichte/sfb584

Sonderforschungsbereich 584:
"Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte" - Mit diesem Ansatz vertritt der Sonderforschungsbereich eine Politikgeschichte, die das Politische als kommunikativ hergestellt und historisch veränderlich begreift. Was jeweils politisch ist und wie es präsentiert wird, resultiert aus den symbolischen und diskursiven Handlungszusammenhängen, in denen wechselnde Akteure die Grenzen des politischen Kommunikationsraumes stets neu ausloten. Im Zentrum stehen die Symbole, rhetorischen Strategien, Semantiken und Medien, mit denen Probleme und Konflikte überhaupt erst politisiert oder entpolitisiert wurden, sowie die - auch gewaltsamen - Mechanismen der In- und Exklusion von Akteuren.

Sonderforschungsbereiche sind langfristig angelegte Forschungseinrichtungen der Hochschulen, in denen Wissenschaftler im Rahmen eines fächerübergreifenden Forschungsprogramms zusammenarbeiten. Eingerichtet und gefördert werden sie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Veranstalter:
Sonderforschungsbereich 584: Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte
Neithard Bulst, Ingrid Gilcher-Holtey, Heinz-Gerhard Haupt

Anmeldung und Information:
SFB 584 - Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte

Universität Bielefeld, Schule für historische Forschung
Tel.: (0521) 106 - 3203 / 3213
E-Mail: sfb584@uni-bielefeld.de
Internet: www.uni-bielefeld.de/geschichte/sfb584

Pressemitteilung Nr. 37/2006
Universität Bielefeld
Informations- und Pressestelle
Ingo Lohuis - Pressesprecher
Telefon: 0521/106-4145 (Sekretariat: 4146)
Fax: 0521/106-2964
E-Mail: ingo.lohuis@uni-bielefeld.de
Internet: www.uni-bielefeld.de
Weitere Informationen: http://www.uni-bielefeld.de/geschichte/sfb584
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