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Bauwelt stellt zwei Studenten-Projekte vor

13.02.2006 - (idw) Hochschule Biberach

Gleich zwei Projekte aus dem Studiengang Architektur der Hochschule Biberach stellt die Fachzeitschrift "Bauwelt" vor. "Von Aachen bis Zwickau: achzehn Entwurfsaufgaben aus dem Wintersemester 2005/2006, dazu fünf gebaute Studentenarbeiten der letzten zwei Jahre" so die Bauwelt. Unter B wie Biberach wird der integrierte Entwurf im Haupt- bzw. Masterentwurf vorgestellt, betreut von Prof. Daniel Wentzlaff: "Codes", ein Regelwerk für einen Umnutzungsprozess, also für die Möglichkeit verschiedener baulicher Lösungen. Entstanden ist die Arbeit aus der Fragestellung: Was entwirft ein Architekt, wenn er die endgültige Form nicht bestimmen kann? Beantworten sollen die Studierenden diese Frage am Beispiel des Basler Häring-Areals Pratteln. Seit Generationen wird es für die Holverarbeitung im Bauwesen genutzt; in den kommenden Jahren soll es schrittweise in andere Standorte ausgelagert und einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Prof. Wentzlaff führt die Studierenden an diese Fragestellung heran wie an ein Spiel: Spielbretter werden entworfen, der mögliche Spielverlauf in Spielszenarien durchgespielt. Die Bewertung dieser Resultate führt zur Optimierung der Spielregeln - und am Ende des Semesters werden als Studienleistungen ein Spielplan, ein Bebauungsspiel und eine animierte Darstellung im Sinne aller Lösungsmöglichkeiten erwartet.
Schließlich wird der Gebäudeentwurf ausgearbeitet - und spätestens dann stellt sich heraus, ob die Spielregeln gut genug definiert wurden. "Codes", Spielregeln für eine Umnutzung in Basel, erschienen bei der Hochschule Biberach.

Ganz anders die Arbeit einer Studierenden-Gruppe von Prof. Matthias Loebermann. Hierbei galt es für die Nordische Ski-WM 2005 in Oberstdorf einem breiten Nutzungsspektrum ein Gehäuse zu geben. Gesucht war ein Pavillon als Treffpunkt für Presse, VIPs und Sportler. Ein Projekt mit realistischem Hintregrund.
Die Studierenden entschieden sich nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit für einen Paletten-Pavillon. In nur zehn Wochen Planungszeit entwarfen und bauten sie aus 1300 Euro-Paletten, 100 Zuggurten und 20 Zugankern einen sechs Meter hohen, acht Meter breiten und 18 Meter langen Pavillon in einer organischen Gestalt. Im Rahmen der Fächer Konstruieren und Tragwerkslehre beteiligten sich mehr als 30 Studierende aus den Studiengängen Architektur und Projektmanagement an der Umsetzung - von der Konzeption bis hin zur Realisierung. Das neu gegründete Institut für Konstruktion und Bautechnologie übernahm dabei die Federführung.
Heute, ein Jahr nach der Nordischen Ski WM fahren die Paletten in ihrer ursprünglichen Funktion wieder durch die Lande. Nach dem zeitgemäßen Prinzip der Nachhaltigkeit.
Weitere Informationen: http://www.hochschule-biberach.de
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