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MHH-Vizepräsident: "Jeder Patient wird adäquat behandelt"13.02.2006 - (idw) Medizinische Hochschule Hannover
Hochschule wird bestreikt - doch der Betrieb läuft weiter
Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) wird seit dem heutigen Montag bestreikt, doch der Betrieb läuft weiter. "Jeder Notfallpatient, der zu uns kommt oder eingeliefert wird, wird auch adäquat behandelt", betont Holger Baumann, Vizepräsident der MHH. Auch die Versorgung der bereits aufgenommen Patienten ist trotz des Streiks gewährleistet. 313 Beschäftigte der 7100 MHH-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich heute als streikend abgemeldet, das sind knapp 4,5 Prozent.
Von den 22 Operationssälen der MHH wurden neun Säle betrieben - wie zuvor in einer Notdienstvereinbarung mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di abgesprochen. Ein weiterer OP-Saal wurde im Einvernehmen mit der Gewerkschaft im Laufe des Tages in Betrieb genommen. Alle Notfall-Operationen und zahlreiche weitere Operationen konnten durchgeführt werden. Bei diesen verschiebbaren, so genannten Wahloperationen mussten die MHH-Kliniken aber auch einigen Patienten absagen. "Das tut uns für die betroffenen Patienten besonders Leid", betont Baumann. "Darauf hat die Hochschule aber leider keinen Einfluss." In den Tagesklinken hingegen hat es heute kaum Einschränkungen bei der Patientenversorgung gegeben.
Schwerpunkt des Streiks an der MHH war am Montag der technische Bereich. In der Zentralküche musste der Speiseplan eingeschränkt werden, in der Wäscherei wurde eine Fremdfirma mit dem Waschen von zwei Tonnen Klinikwäsche beauftragt. "Wie lange der Streik dauern wird, ist uns heute nicht bekannt", ergänzt der MHH-Vizepräsident. "Diese Entscheidung liegt bei ver.di." Patienten, die morgen einen Termin in der MHH haben, sollten sich daher kurzfristig mit den jeweiligen Abteilungen in Verbindung setzen, ob die Behandlung eingehalten werden kann.
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