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Workshop zum "Standortfaktor: Bildung!"

14.02.2006 - (idw) Fachhochschule Brandenburg

Fachhochschule Brandenburg diskutiert mit Vertretern der Wirtschaft und Bildung über Fachkräftemangel Der Fachkräftemangel in der Prignitz war Thema eines Workshops, zu dem die Fachhochschule Brandenburg am 13. Februar 2006 in ihre Präsenzstelle in Pritzwalk eingeladen hat. Die Veranstaltung fand außerordentlich großen Zuspruch: 80 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Bildung und Politik kamen, um Lösungen zu diskutieren.

Die 2005 vom Arbeitsministerium veröffentlichte Fachkräftestudie macht deutlich, wie akut die Problematik im Land Brandenburg tatsächlich ist: Der Personalbedarf bis zum Jahre 2010 liegt bei rund 19.000 hochqualifizierten Fachkräften. Oder anders ausgedrückt: Jede fünfte eingestellte Fachkraft benötigt einen Hochschulabschluss. "Die Veröffentlichung der Studie hat auch eine Weckerfunktion", so Ute Tenkhof vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie, "wir dürfen uns nicht auf den Zahlen ausruhen. Das Problem regelt sich nicht von alleine!"

Arbeitsministerin Dagmar Ziegler forderte daher frühzeitige Initiativen und eine enge Verknüpfung von Schulen und Wirtschaft. Die Präsenzstelle der Fachhochschule Brandenburg sei ein gutes Beispiel, um Qualität und Bildung auch in Randregionen zu tragen. Es müsse frühzeitig damit begonnen werden, Kinder und Jugendliche für bestimmt Berufe zu orientieren und zu motivieren. Darüber hinaus müsse jungen Menschen Perspektiven in der Region geboten werden, um einer verstärken Abwanderung entgegen zu wirken. "Fachkräften aus der Region muss nicht erklärt werden, warum es hier schön ist. Die wissen das schon!", so Hans Lange, Landrat des Landkreises Prignitz.

Den Schluss der Veranstaltung bildete eine Gesprächsrunde mit Schülern und Studierenden. Michael Grunicke, Absolvent der Fachhochschule Brandenburg, fasste die Stimmung treffend zusammen. Grunicke hat in einem internationalen Studiengang mit vielen jungen Menschen aus Ländern der Dritten Welt zusammen studiert. Von denen habe niemals jemand darüber nachgedacht, in Deutschland oder Europa zu bleiben, um ein vermeintlich besseres Leben zu führen. Im Gegenteil, alle seien wieder in ihre Heimatländer zurückgegangen, um dort ihr Wissen und ihre Sachkenntnis einzusetzen. "Ebenso möchte ich meine Kenntnisse meiner Heimatregion zur Verfügung stellen", so Grunicke.

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