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UNIK ernennt Hans Krollmann und Heinz Fehr zu Ehrenbürgern

16.02.2006 - (idw) Universität Kassel

Anlässlich ihres Universitätstages am 17. Februar ernennt die Universität Kassel Staatsminister a.D. Hans Krollmann und den Unternehmer Heinz Fehr zu ihren Ehrenbürgern. Diese Ehrung kann an Personen verliehen werden, die sich in hervorragender Weise um die Universität verdient gemacht haben. Kassel. Anlässlich ihres Universitätstages am 17. Februar ernennt die Universität Kassel Staatsminister a.D. Hans Krollmann und den Unternehmer Heinz Fehr zu ihren Ehrenbürgern. Diese Ehrung kann an Personen verliehen werden, die sich in hervorragender Weise um die Universität verdient gemacht haben.

Hans Krollmann war sein langes Politiker-Leben mit der Universität Kassel verbunden. Von 1974 bis 1983 als Kultusminister und in den folgenden Jahren auch als Finanzminister des Landes, war er es, der die Entwicklung dieser Universität Kassel so entscheidend prägte, dass einer der Kasseler Universitätspräsidenten - Franz Neumann - ihn eines Tages den eigentlichen "politischen Baumeister" dieser Hochschule nannte. Sicher ist schon allein die Aufzählung der Weichenstellungen und Richtungsentscheidungen beeindruckend, die in der hochschulpolitischen Verantwortung Hans Krollmanns in den 70er und 80er Jahren getroffen wurden: Beginnend mit dem Signal der Berufung des Bildungsreformers Ernst-Ulrich von Weizsäcker als Gründungspräsident, weitergeführt über den Auf- und Ausbau der Hochschule in Oberzwehren, aber dann vor allem am neuen zentralen Campus Holländischer Platz, fortgesetzt mit der Positionierung der damaligen GhK in der hessischen Hochschullandschaft als gleichberechtigter Universität neben Darmstadt, Frankfurt, Gießen und Marburg sowie mit der kontinuierlichen Förderung des Modells gestufter Studiengänge.

Aus heutiger Sicht liegt von allen großen Verdiensten Hans Krollmanns das Hervorragendste darin, dass er im Spiel der politischen Kräfte in wohl erwogener Ausgeglichenheit die Balance der großen Fachkulturen dieser Universität zu Wege brachte, die heute ihr wichtigstes Kapital für die Zukunft ist. Keine andere Universität in Deutschland kann sich in gleicher Weise ebenso auf die Technik- und Naturwissenschaften stützen wie auf die Sozial- und Geisteswissenschaften und Kunst. Und wenn das vom Senat beschlossene Leitbild dieser Universität gerade auf diese besondere Stärke unseres Universitätsgebäudes abhebt, dann sagt dies zugleich mehr als vieles andere etwas aus über dessen Architekten und "politischen Baumeister".

Unternehmer und Mäzen
Heinz Fehr ist seit mehr als zwanzig Jahren als nordhessischer Unternehmer und Mäzen durch hervorragende Förderung der Wissenschaft ausgewiesen. Im Rahmen des Projekts der so genannten Grünen Tonne (Biotonne für Bioabfälle) hat er seit Mitte der 1980er Jahre mit der Universität Kassel, Standort Witzenhausen, in der Entwicklung dieses Vorhabens eng zusammengearbeitet und hierbei der Universität Kassel sowohl erhebliche materielle als auch finanzielle Zuwendungen zukommen lassen. Mit seinem Engagement hat Fehr jungen Menschen die Erarbeitung von Dissertationen ermöglicht. Die Entwicklung des Systems "Grüne Tonne" (Biotonne) und die wissenschaftliche Begleitung der Einführung geschah in Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet Alternative Landbaumethoden von Prof. Dr. Hartmut Vogtmann im Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften.

In den späteren Jahren hat Heinz Fehr die Stiftungsprofessur für "Ökologische Lebensmittelqualität und Ernährungskultur" im Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften durch sein inhaltliches Interesse an der wissenschaftlichen Bearbeitung von Themen zu Ernährungskultur und durch seine finanzielle Unterstützung mit auf den Weg gebracht. Sein inhaltliches Engagement um die Ernährungskultur und deren wissenschaftliche Aufarbeitung ergibt sich aus seinem Bemühen, regionale Nährstoffkreisläufe, zum Beispiel durch Bioabfall-Kompostierung, zu unterstützen.

Heinz Fehr hat auch den Förderpreis Ernährungskultur der Universität Kassel ins Leben gerufen. Dieser prämiert wissenschaftliche Arbeiten und Praxisprojekte, die dem Leitgedanken der Ernährungskultur entsprechen und Impulse für die Verbraucherbildung geben.


Bilder sind abrufbar unter http://www.uni-kassel.de/presse/pm/bilder/Krollmann.jpg sowie
http://www.uni-kassel.de/presse/pm/bilder/Fehr.tif

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Info
Universität Kassel
Jens Brömer
Kommunikation und Internationales
tel (0561) 804 2255
fax (0561) 804 7216
e-mail jbroemer@uni-kassel.de

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