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Mercator-Professur für Mats-Olof Mattson an der Universität Rostock

17.02.2006 - (idw) Universität Rostock

Seit einer Woche hat die Rostocker Universität einen neuen Professor: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Mats-Olof Mattsson von der Universität Örebro in Schweden mit einer Mercator-Gastprofessur ausgezeichnet. Er forscht und lehrt für ein Jahr in der Abteilung für Tierphysiologie an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Damit werden die Gebiete Biosystemtechnik und Molekulare Umwelttoxikologie der Universität weiter entwickelt und gestärkt.

Eine Mercator-Gastprofessur ist eine hoch angesehene Gastprofessur, die auf Vorschlag von Universitätsrektoren von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)vergeben wird. Die DFG übernimmt dabei nicht nur die Kosten für eine C4-Professur sondern auch für Vortragsreisen und wissenschaftliche Mitarbeiter/innen des ausgezeichneten Wissenschaftlers. Professor Mattsson freut sich über die Berufung nach Rostock: "Für mich als Schweden ist der Aufenthalt in Mecklenburg-Vorpommern besonderes aufregend, da wir ja eine lange gemeinsame Geschichte haben. Und da die Hochschulen im Ostseeraum in Zukunft im Rahmen der ScanBalt-Initiative näher zusammenarbeiten wollen, können wir hier mit gutem Beispiel vorangehen."

Prof. Mattsson hat schon seit einiger Zeit gute Kontakte zur Universität Rostock, da er mit der Arbeitsgruppe Umweltphysiologie am Lehrstuhl für Tierphysiologie, geleitet von Privatdozentin Dr. Myrtill Simkó gemeinsame Arbeiten zu den biologischen Wirkungen von elektromagnetischen Feldern durchgeführt hat. Diese Zusammenarbeit kann nun durch die Mercator-Professur fortgesetzt werden. Geplant ist außerdem eine Zusammenarbeit zwischen Prof. Mattsson und dem Rostocker Tierphysiologen Prof. Dieter Weiss. Prof. Weiss sagt: "Es ist eine besondere Bereicherung für meine Abteilung, da Prof. Mattsson viel Erfahrung auf dem Gebiet der Nervenzell-Biologie mitbringt. Wir wollen gemeinsam die Auswirkungen von Umweltschadstoffen auf Nervenzellen untersuchen." Dabei nutzen die Rostocker Forscher ihre im Rahmen des Landesforschungsschwerpunktes "Biosystemtechnik" entwickelte Neurochip-Technik. Mithilfe des Zelldiagnostik-Chips "NeuroSensorix" kann die Wirkung von Nervengiften sehr effektiv und kostengünstig untersucht werden. Zusammen mit Prof. Mattsson soll an neuen Einsatzmöglichkeiten für "NeuroSensorix" geforscht werden. Auch am Aufbau des neuen Master-Studienganges Biosystemtechnik in Rostock will sich Mattsson beteiligen.

An seiner Heimatuniversität hat Professor Mattsson eine Stelle als Professor fur Zellbiologie an der Naturwissenschaftlichen Fakultät. Dort ist er auch Vorstand der Zellbiologie-Laboratorien, hat seine Amtszeit als Dekan der gerade beendet und ist Co-Direktor des Life Science Center, einer fakultäten- und institutsübergreifenden Einrichtung. Wissenschaftlich arbeitet er an umwelttoxikologischen Fragen, besonders interessiert er sich für die molekularen Mechanismen der Entstehung von Krankheiten durch Umweltschadstoffe. Bekannt ist Professor Mattsson durch seine Arbeiten zu den molekularen Mechanismen der Wirkung von elektromagnetischen Feldern, ultravioletter Strahlung und Umwelt-Steroiden auf Zellen. Zurzeit beschäftigt er sich auch mit Schadstoffen, die bei unterschiedlichen Industrieprozessen und bei der Entsorgung von Elektronik-Abfällen entstehen und bei Tieren zu Störungen des Hormonsystems führen. Diese Stoffe können ähnlich wie Geschlechtshormone wirken, wobei im Tier Unfruchtbarkeit auftreten kann und männliche Tiere weibliche Merkmale entwickeln können und umgekehrt.


Kontakt:
Prof. Mattsson unter Tel. 0381-498 6318 oder über das Sekretariat der Abt. Tierphysiologie Tel 0381-498 6301

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