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Japanisches Nô-Theater

22.02.2006 - (idw) Universität Trier

Zum ersten Mal wird die Kunst des Nô, des klassischen Tanztheaters Japans, in Trier am 3. März 2006 hautnah zu erleben sein: Zwei illustre Nô-Schauspieler, Umewaka Rokurô und Uzawa Hisa, werden die Techniken der Stimmführung und Körperbeherrschung im Nô vorführen. Eine Einleitung in die Geschichte und heutige Gestalt der Kunst bietet Prof. Dr. Stanca Scholz-Cionca. Barbara Geilhorn moderiert den Abend. (19 Uhr, Bürgersaal im Casino am Kornmarkt, Eintritt: 12 bzw. 7 Euro). Verwandlung, Mysterium, Traum sind Markenzeichen des Nô, das seit über 600 Jahren in Familien von Schauspielern bis heute überliefert wird. Der Kontakt mit den Dramen und später mit der fernen und einzigartigen Bühnenkunst hat Generationen von Theatermachern im Westen beeinflusst: Paul Claudel, Bertold Brecht, Jean-Louis Barrault, Peter Brook, Robert Lepage und viele andere haben aus den Quellen des Nô Kraft geschöpft, Inspiration gewonnen. Zahlreiche Schauspielschulen in Amerika und Europa integrieren Nô-Kurse in ihre Lehre, um die gesteigerte Expressivität, die Präzision, Spannung und Präsenz der japanischen Schauspieler den eigenen Schülern zugute kommen zu lassen.

Die Vorstellung findet im Rahmen einer internationalen Tagung zum Nô-Theater statt, die an der Universität Trier statt findet. Mehr dazu unter: http://www.uni-trier.de/uni/japanologie/Aktuelles.html.

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