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Kongress "Achtsamkeit" an der Universität Witten/Herdecke

24.02.2006 - (idw) Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

Psychologen und Mediziner diskutieren vom 16. bis 18. März 2006 über die Achtsamkeit als neuen Leitbegriff für Gesellschaft und Beruf Vom 16. bis 18. März 2006 findet an der Universität Witten/Herdecke der Kongress "Achtsamkeit" statt. Veranstalter sind das Deutsche Kollegium für Transpersonale Psychologie und Psychotherapie (DKTP) und die Society for Meditation and Meditation Research (SMMR). In Vorträgen und Workshops wollen Psychologen, Mediziner und weitere Wissenschaftler erörtern, wie Achtsamkeit als sinnstiftendes Element in den Alltag und professionelle Handlungsfelder eingeführt werden kann.

"Achtsamkeit hat etwas mit Wertschätzung und Rücksichtsnahme zu tun - und auch damit, dass wir uns die Folgen unseres Handels bewusst machen", sagt Dr. Arndt Büssing, Privatdozent am Lehrstuhl für Medizintheorie und Komplementärmedizin der Universität Witten/Herdecke. Der Lehrstuhl (Leitung Prof. Dr. Peter Matthiessen) gehört ebenfalls zu den Ausrichtern des internationalen Kongresses mit rund 30 Referenten. Die Initiatoren verweisen auf einen zunehmenden Werteverlust in unserer Gesellschaft. Bisherige Quellen der Sinnstiftung seien versiegt, die Menschen suchten nach Kriterien, die ihrem Leben und Handeln eine Orientierung geben. Zu den Folgen dieser Verunsicherung gehörten die Zunahme depressiver Erkrankungen und auch die Attraktivität fundamentalistischer Gruppierungen.

In dieser Situation könne Achtsamkeit zu einem wesentlichen Leitbegriff werden. "Achtsamkeit ist wertneutral", betont Arndt Büssing, denn diese Haltung sei nicht notwendigerweise an eine bestimmte Religion oder Weltanschauung gebunden. Ein Großteil der Vorträge und Workshops thematisiert Achtsamkeit in medizinisch-therapeutischen Beziehungen; ein Arzt zum Beispiel sollte nicht nur die Krankheit, sondern den Patienten als Persönlichkeit in den Blick nehmen. Andere Tagesordnungspunkte behandeln den Stellenwert von Achtsamkeit in Wissenschaft, Erziehung, Kunst und Wirtschaft. Die Tagung beginnt am Donnerstag, 16. März mit zwei vorgezogenen Workshops. Der offizielle Beginn ist am Freitag, 17. März um 10.00 Uhr. Dann wird Prof. Dr. Matthias Schrappe, Dekan der Fakultät für Medizin der Universität Witten/Herdecke, die Tagungsgäste begrüßen.

Ein detailliertes Tagungsprogramm und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es auf den Internetseiten des Deutschen Kollegiums für Transpersonale Psychologie und Psychotherapie: www.dktp.org > "DKTP + SMMR Tagung 2006"

Weitere Infos:
PD Dr. Arndt Büssing, 02330/62-3246, Arndt.Buessing@uni-wh.de
Weitere Informationen: http://www.dktp.org - Tagungsprogramm und Anmeldung
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