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Justizministerin gratuliert Augsburger Einserjuristin persönlich

24.02.2006 - (idw) Universität Augsburg

Nicole Bombe erzielte bayernweit das zweitbeste Ergebnis / Staatsministerin Merk betont des generell überdurchschnittliche Abschneiden der Augsburger Absolventinnen und Absolventen
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Wer bekommt sein frisch erworbenes Zeugnis der Ersten Juristischen Staatsprüfung schon von einer richtigen Justizministerin überreicht? Die Augsburger Absolventinnen und Absolventen des Wintersemesters 2005/06 kamen bei ihrer Examensfeier am 23. Februar in diesen Genuss, weil eine von ihnen das zweitbeste bayerische Resultat erzielt hatte: Die 24-jährige Nicole Bombe aus Memmingen bestand das Examen mit der höchst selten vergebenen Note Eins. Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk gratulierte der Einserjuristin und hob zudem hervor, dass 20 Prozent der Augsburger Absolventinnen und Absolventen mit einer weit überdurchschnittlichen Note abgeschnitten hätten und die Durchfallquote hier die niedrigste im Freistaat sei. Sie sei "stolz, ein Schwabe zu sein", sagte die bayerische Staatsministerin. EXZELLENTE STUDIENBEDINGUNGEN UND REFORMKRAFT

Prorektor Prof. Dr. Dr. Werner Wiater führte die guten Prüfungsleistungen nicht zuletzt auf die Rahmenbedingungen der Juristischen Fakultät zurück: Hier gebe es ein gutes Betreuungsverhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden, die Studiendauer sei mit durchschnittlich 8,2 Semestern die kürzeste in Bayern. Die Fakultät sei zudem für ihre Reformkraft bekannt: Sie hat als erste ein Institut für Umweltrecht geschaffen, sich mit einem Schwerpunkt Wirtschafts- und Steuerrecht profiliert und einen erfolgreichen und stark nachgefragten Diplomstudiengang Rechts- und Wirtschaftswissenschaften eingeführt. Augsburg, so Wiater, sei auch führend auf dem Gebiet des Internationalen Rechts.

GUTES RÜSTZEUG FÜR DIE ZUKUNFT

Prüfungsleiter Prof. Dr. Gerd Motzke, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht, rief die Absolventinnen und Absolventen dazu auf, ihre Dienste nun der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen, dabei aber nicht zu "juristischen Automaten" zu werden. In der Juristerei würden Entscheidungen in der Auseinandersetzung und im offenen Diskurs getroffen. Der Augsburger Jura-Dekan Prof. Dr. Michael Kort gab sich überzeugt, dass die Absolventinnen und Absolventen mit dem bestandenen Staatsexamen ein gutes Rüstzeug für die Zukunft hätten, das auch durch die Studienreform ab 2007, die teilweise ein universitäres Examen vorsieht, in keiner Weise entwertet werde.

Die bayerische Justizministerin ging in ihrer Ansprache launig auf ein häufig kolportiertes Klischee von der juristischen Praxis ein: Juristen seien nicht besonders geschätzt, weil sie als Profiteure nebulösen Herrschaftswissens angesehen würden, denen man alles zu-, aber nicht über den Weg traue. Dennoch habe der Juristenstand seit Jahrhunderten Bestand, finde sein Auskommen und immer neuen Nachwuchs. Juristen müssten sich gesunden Menschenverstand bewahren und den Willen zur Gerechtigkeit, die sich nur dem zu erkennen gebe, der an sie glaube.

SCHON IN DER ZWISCHENPRÜFUNG HERAUSRAGEND

Der Vorsitzende der Alumni-Vereinigung der Augsburger Jura-Fakultät, Rechtsanwalt Dr. Rudolf Wittmann, verlieh Nicole Bombe den diesjährigen Alumni-Preis und wies darauf hin, dass sie 2003 bereits für hervorragende Leistungen in der juristischen Zwischenprüfung ausgezeichnet worden sei. Sonst rede man immer von der sprichwörtlichen Einserjuristin - hier habe man tatsächlich einmal eine vor sich, sagte Wittmann anerkennend.

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