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Elite-Studiengang FOKUS Physik: Schnell zur Spitzenforschung

01.03.2006 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Der neue Elite-Studiengang "FOKUS Physik" an der Uni Würzburg findet großen Widerhall. Schon 60 Studierende haben ihr Interesse bekundet, zu den ersten Würzburger Elite-Studierenden in Physik zu gehören. Eingerichtet wird der Studiengang für etwa 20 Studierende der Fachrichtungen Physik und Nanostrukturtechnik. "FOKUS Physik" besteht aus zwei Phasen: Die vier Semester dauernde, "inoffizielle" Vorbereitungsphase verläuft im Rahmen des normalen Diplom-, später Bachelor-Studiengangs. Ihr folgt ein viersemestriges Hauptstudium, das den "offiziellen" Elite-Studiengang darstellt und mit dem "Master of Science" abgeschlossen wird. Die Auslese der Studierenden erfolgt jeweils aufgrund der vorher erzielten Leistungen und eines Auswahlgesprächs.

Der Sprecher des Elite-Studiengangs, Professor Eberhard Umbach, begründet das große Interesse an dem neuen Angebot: "Der zukunftsweisende Charakter des Studiengangs besteht darin, dass er stark forschungsorientiert und zeitlich komprimiert ist. Außerdem läuft die gesamte Ausbildung unter individueller Betreuung in kleinen Gruppen ab. Dieses Konzept ermöglicht es, die Studierenden rascher als bisher an die Spitzenforschung heranzuführen."

Eine weitere Besonderheit: Erstmals werden unterschiedliche Max-Planck-Institute in ganz Deutschland in den forschungsorientierten Teil der Ausbildung einbezogen. Entscheidend dabei ist nicht die regionale Nähe der Institute, sondern deren Forschungsschwerpunkte und Zusammenarbeit mit der Würzburger Physik. Die Max-Planck-Forscher werden Seminare in Würzburg mitgestalten und Forschungspraktika anbieten. Die Unterrichtssprache ist Deutsch, einzelne Veranstaltungen werden in Englisch durchgeführt.

Die zeitliche Komprimierung des Studiums wird vor allem durch einen umstrukturierten Aufbau erreicht. Dieser schließt größtenteils die bestehenden Vorlesungen ein, ergänzt sie jedoch durch besondere Zusatzveranstaltungen, zum Beispiel Spezialvorlesungen, Übungen und Blockseminare mit starkem Forschungsbezug. Dabei wird auf eine möglichst kombinierte Ausbildung in theoretischer, experimenteller und angewandter Physik sowie Ingenieursthemen Wert gelegt. Die Studienzeit verkürzt sich auch durch eine stärkere Ausnutzung der vorlesungsfreien Zeit und durch die individuelle Betreuung.

Mit diesem Konzept will die Würzburger Fakultät für Physik und Astronomie forschungsinteressierte, sehr motivierte und hoch begabte Studierende der Physik und Nanostrukturtechnik möglichst früh an die Forschung heranführen. "Das Ziel sind Absolventen, die eine solide und umfassende Grundausbildung haben, darüber hinaus aber bereits mit einem modernen Methodenspektrum vertraut und für aktuelle Forschungsthemen sensibilisiert sind", so Umbach.

Die künftige Elite soll schon während des Studiums wissenschaftliche Ergebnisse erzielen und dazu in der Lage sein, diese mündlich und schriftlich - auch in englischer Sprache - überzeugend zu präsentieren. Um die Studierenden für die letztgenannten Aufgaben und für führende Positionen im Wissenschaftsbetrieb zu wappnen, wird laut Umbach auf Persönlichkeitsentfaltung und die Entwicklung von "Soft Skills", zum Beispiel Teamfähigkeit, großen Wert gelegt.


Der Würzburger Elitestudiengang "FOKUS Physik" läuft im Rahmen des Elite-Netzwerks Bayern und startet offiziell zum Wintersemester 2006/07. Das Kürzel FOKUS steht für "Forschungsorientierter komprimierter Universitätsstudiengang".
Weitere Informationen: http://www.fokus.physik.uni-wuerzburg.de
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