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Dreidimensionale Welten und Prognosen des Energieverbrauchs - Universität und Fachhochschule Osnabrück präsentieren sich

09.03.2006 - (idw) Universität Osnabrück

Auch in diesem Jahr sind die Universität Osnabrück und die Fachhochschule Osnabrück auf der wichtigsten internationalen Computer-Messe CeBIT 2006 vom Donnerstag, 9. März, bis zum Mittwoch, 15. März 2006 mit Ergebnissen ihrer Forschungs- und Entwicklungs-aktivitäten vertreten. "Sie stellen damit ihre Leistungs- und Konkurrenzfähigkeit im internationalen Maßstab unter Beweis", erklärt Dr. Gerold Holtkamp von der Technologie-Kontaktstelle. Auf dem Gemeinschaftsstand der Niedersächsischen Hochschulen in Halle 9, Stand C21 auf dem Messegelände in Hannover werden von den Osnabrücker Hochschulen vier Projekte vorgestellt. Mit der Abbildung der "Welt im Computer" beschäftigt sich das Exponat von Prof. Dr. Manfred Ehlers vom Institut für Geoinformatik und Fernerkundung der Universität Osnabrück. Automatisiert werden aus Gebäudegrundrissen dreidimensionale Darstellungen der Gebäude erzeugt. "Wir können diese so erzeugten Gebäudefronten mit digitalen Fotos versehen und damit sehr wirklichkeitsnahe Welten dreidimensional im Rechner entstehen lassen", verspricht der Geoinformatiker. Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich durch eine bessere visuelle Aufbereitung von Internetseiten vor allem im touristischen Bereich. "Dabei bekommen die potenziellen Besucher im Vorfeld einen plastischen realitätsnahen Eindruck ihres Zielgebietes", so Ehlers. Darüber hinaus können Städte und Kommunen allgemeine Gebäudeinformationen automatisiert hinterlegen.

Ebenfalls mit der Darstellung von Kartenmaterial auf Internetseiten beschäftigt sich die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Oliver Vornberger vom Institut für Informatik der Universität Osnabrück. Mit der entwickelten Internetanwendung kann man ohne Qualitätseinbuße beliebig tief in eine gewünschte Region "hineinzoomen" ohne Verlust der Auflösung, was bei den bisher üblichen Darstellungen in der Regel nicht erreicht wird. Zusätzliche Informationen wie zum Beispiel Klima- und Wetterdaten, können beliebig ein- oder ausgeblendet werden. Vornberger: "Der Betrachter hat dadurch vielfältige Interaktionsmöglichkeiten und kann auf unterschiedlichste Daten zurückgreifen."

Der Laborbereich Technische Informatik der Fachhochschule Osnabrück, vertreten durch die Professoren Dr. Jürgen Biermann und Dr. Theodor Gervens, stellt zwei Ergebnisse seiner Forschungstätigkeit vor. Zum einen wird ein System zur Analyse, Darstellung und Verwaltung raumbezogener Bodenbewirtschaftungsdaten für die Landwirtschaft vorgeführt. Ziel dieses gemeinsamen Forschungsvorhabens ist die sehr präzise Planung des Mitteleinsatzes (Dünger, Saatgut usw.) in der Pflanzenproduktion, wobei nicht nur das Feld in seiner Gesamtheit im Blickpunkt steht, sondern die Besonderheiten der unterschiedlichen Teilflächen berücksichtigt werden. Die angestrebte teilflächenspezifische Bewirtschaftung soll zum einen durch optimierten Mitteleinsatz zur Kostensenkung beitragen, darüber hinaus soll auch die Möglichkeit eröffnet werden, Belangen des Naturschutzes besser und in stärkerem Maße Rechnung zu tragen.

Verbrauchsprognosen findet man dagegen beim zweiten Exponat der Fachhochschule Osnabrück. Es handelt sich um das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Osnabrück. Für Energieversorgungsunternehmen ist seit der Liberalisierung des Energiemarktes eine möglichst genaue Voraussage des Verbrauchs von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung. Das vorgestellte Softwareprogramm ist in der Lage, auf der Basis vergangener Verbrauchswerte, Wettereinflüssen und der Kenntnis besonderer Ereignisse wie Jahrmärkte, Feiertage oder ähnlichem sinnvolle Voraussagen zu machen. Eine hohe Qualität der Prognose wird durch ein Zusammenspiel verschiedener Verfahren aus den Bereichen der Informatik und Statistik erreicht.

Allen vier Exponaten ist gemeinsam, dass es sich um sehr anwendungsorientierte Entwicklungen handelt. "Die Hochschulen erfüllen damit die Aufgabe, neben der Forschung und Entwicklung auch den Transfer ihres erarbeiteten Know-hows in die Gesellschaft zu fördern", so Holtkamp von der Technologie-Kontaktstelle der beiden Hochschulen.

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Weitere Informationen:
Dr. Gerold Holtkamp, Technologie-Kontaktstelle der Universität
und der Fachhochschule Osnabrück,
Albrechtrasse 30, 49076 Osnabrück
Telefon (0541) 969-2051, Fax (0541) 969-2041
E-Mail: tk@iti.fh-osnabrueck.de

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