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Arznei gegen das Altern

10.03.2006 - (idw) Universität zu Köln

Arznei gegen das Altern
Rumänische Ärztin Aslan wollte den Alterungsprozess aufhalten

Tausenden Menschen verabreichte die rumänische Ärztin Ana Aslan ein Mittel, das den Alterungsprozess aufhalten sollte. Einige ihrer Patienten nahmen das von ihr entwickelte Gerovital H3 mit dem Wirkstoff Procain nur ein, weil sie über 45 Jahre alt waren. Das war in den 50er Jahren. Aber noch heute wird das Medikament von ihren Anhängern eingesetzt, während ihre Gegner es radikal ablehnen. Zu diesen Erkenntnissen kommt eine Arbeit, die Dr. Erika Lang am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin über das Leben der Ärztin erstellte.

Ana Aslan wollte den Alterungsprozess aufhalten. "Sie verabscheute das Alter, weil es in ihren Augen durch die körperlichen Gebrechen und die Vergesslichkeit nicht das sein konnte, was es eigentlich soll: eine Zeit, in der man zu sich gefunden hat, vieles versteht", erklärt die Wissenschaftlerin in ihrer Arbeit. Deshalb wollte sie dem Alter die Würde zurückgeben. Sie gründete eines der ersten Geriatriezentren der Welt und baute Stück für Stück ein geriatrisches Netzwerk auf, das ihr viele Auszeichnungen einbrachte. Sie erhielt sogar einen Eintrag im Mausoleum des Hippokrates in Griechenland.

Aslans lebenslange Auseinadersetzung mit sozialen Problemen des Alters werden durch die Folgen des demographischen Wandels auch heute wieder aktuell.
Ihre Verdienste für die Gründung des Geriatriezentrums sind unbestritten, über ihr Medikament Gerovital H3 hingegen streiten die Experten. In Westeuropa gilt ihre Behandlungsmethode gegen das Alter als alternativ und wird von der Schulmedizin abgelehnt. Trotz der Skepsis wird auch nach dem Tod der Ärztin 1988 in vielen Kliniken sowohl in Rumänien als auch im Ausland nach ihrer Methode praktiziert.

Verantwortlich: Julia Welter

Für Rückfragen steht Ihnen Angela van den Ham unter der Telefonnummer 0221-478-5266 , der Fax-Nummer 0221-478-6794 und der Emailadresse bergdolt@uni-koeln.de zur Verfügung.
Unsere Presseinformationen finden Sie auch im World Wide Web unter. http://www.uni-koeln.de/pi/.

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