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Zuwahlen in die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

15.03.2006 - (idw) Bayerische Akademie der Wissenschaften

Die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften hat bei ihrer diesjährigen Jahresversammlung in München
- Frau Professor Dr. Barbara Stollberg-Rilinger (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) und
- Herrn Professor Dr. Theo Kölzer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn),
zu ordentlichen Mitgliedern gewählt. Barbara Stollberg-Rilinger, geboren 1955, wurde 1985 in Köln mit der Arbeit "Der Staat als Maschine. Zur politischen Metaphorik des absoluten Fürstenstaates" promoviert. 1994 habilitierte sie sich mit einer Studie über die Theorien landständischer Repräsentation zwischen dem Westfälischen Frieden und dem Ende des Alten Reiches, 1997 wurde sie auf den Lehrstuhl Neuere Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der Frühen Neuzeit an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster berufen. Seit Januar 2003 ist sie Sprecherin des Sonderforschungsbereichs (496) "Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme vom Mittelalter bis zur Französischen Revolution". Im Jahr 2005 zeichnete sie die Deutsche Forschungsgemeinschaft mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis aus.

Theo Kölzer, geboren 1949, wurde 1976 in Gießen promoviert. Die 1982 veröffentlichte Arbeit beruht auf einer Vatikanischen Handschrift aus dem mittelalterlichen Kloster Farfa. Seine Habilitationsschrift untersuchte die wissenschaftsgeschichtlich berühmten Urkundenfälschungen des Klosters St. Maximin vor Trier aus dem 10. bis 12. Jahrhundert. 1992 wurde er auf den Bonner Lehrstuhl für Mittelalterliche und Neuere Geschichte, Historische Hilfswissenschaften und Archivkunde berufen. Die von ihm 2001 in zwei umfangreichen Bänden vorgelegten Urkunden der fränkischen Merowinger stellten seit dem 19. Jahrhundert ein Desiderdat der Forschung dar. 1997 war er unter anderem Visiting Member am Institute for Advanced Study in Princeton; seit 2001 ist er ordentliches Mitglied der Rheinisch-Westfälischen Akademie der Wissenschaft in Düsseldorf.

Die Historische Kommission, 1858 von König Maximilian II. auf Anregung Leopold von Rankes gegründet, leistet seit fast 150 Jahren durch die Veröffentlichung von Quellen und Darstellungen zur deutschen Geschichte einen wesentlichen Beitrag zur historischen Grundlagenforschung. Ihre Mitglieder sind führende Historiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Weitere Informationen: http://www.historischekommission-muenchen.de
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