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DEGUM: Ultraschall rettet ungeborenes Leben

23.03.2006 - (idw) Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

Fehlbildungen im Mutterleib -
Ultraschall rettet ungeborenes Leben

Stuttgart - Frühe gezielte Ultraschalldiagnostik kann Ungeborene und ihre Mütter vor unnötigem Leid bewahren. Reihenuntersuchungen mittels Ultraschall verbessern die Früherkennung von Fehlbildungen jedoch nur dann, wenn qualifizierte Ultraschallexperten die Feindiagnostik vornehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) setzt sich deshalb in der Mutterschaftsvorsorge (MuVo) für ein dreistufiges Qualifizierungskonzept für Ultraschalluntersucher ein. Die Rolle des 3-Stufen-Modells in der Geburtshilfe erläutern Vertreter der DEGUM am 29. März 2006 im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin. Seit 1980 führen Ärzte in den alten Bundesländern im Rahmen der MuVo routinemäßig zwei Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft durch. "Doch schon damals haben wir rasch erkannt, dass ein sinnvolles Screening nur mit Hilfe eines Mehrstufenkonzeptes zu verwirklichen ist, da es nicht gelingen konnte, sämtliche Untersucher auf den gleichen Qualitätsstandard zu bringen" sagt Professor Dr. med. Bernhard-Joachim Hackelöer, Vorstandsmitglied der DEGUM und Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin, Asklepios Klink Hamburg-Barmbek.

Ein Gynäkologe würde - bei 100 jährlich untersuchten Schwangerschaften - theoretisch zehn bis fünfzehn Jahre benötigen, um beispielsweise die häufigste schwere Einzelfehlbildung sehen zu können: Ein so genannter "Krötenkopf" tritt bei etwa einem von 1000 Kindern auf. Diese in der Fachsprache Anenzephalie genannte schwere Missbildung geht mit einem Fehlen des Schädeldaches, Teilen des Gehirns und offenem Rücken einher. Bei selteneren Auffälligkeiten - wie zum Beispiel Fehlbildungen an Armen oder Beinen - hätte der durchschnittlich ausgebildete Frauenarzt kaum eine Chance, sie überhaupt zu erkennen, gibt Gynäkologe Professor Hackelöer zu bedenken. "Daher muss sich die Basis in erster Linie auf Hinweiszeichen konzentrieren, um dann an speziell ausgebildeten Untersucher mit einem Zertifikat der Stufe II oder sogar zur Therapie an Experten der Stufe III zu überweisen", so der Gynäkologe und Ultraschallexperte im Vorfeld der Pressekonferenz.

TERMINHINWEIS:

Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)

Mit Ultraschall schonend untersuchen, frühzeitig erkennen -
Sichere Diagnosen für Patienten durch hoch qualifizierte Ärzte

Termin: Mittwoch, 29. März 2006, 11.00 bis 12.30 Uhr
Ort: Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Raum 0107
Schiffbauerdamm 40/Ecke Reinhardtstraße 55; 10117 Berlin

Vorläufiges Programm:

Ultraschall und Qualität: Wo liegen die Probleme und was leistet das 3-Stufen-Konzept der DEGUM für bestmögliche Ergebnisse in der Ultraschalldiagnostik?
Professor Dr. med. Christian Arning, Präsident der DEGUM, Hamburg

Qualität der Ultraschalldiagnostik in der ärztlichen Weiterbildung aus Sicht der Bundesärztekammer
Dr. med. Annette Güntert, Bundesärztekammer, Dezernat II, Berlin

Das 3-Stufen-Konzept der DEGUM wirkt: In der Geburtshilfe profitieren Mutter und Kind von der Untersuchung durch hoch qualifizierte Ultraschallexperten
Professor Dr. med. Bernhard-Joachim Hackelöer, Vorstandsmitglied der DEGUM, Hamburg

Richtig angewandt, hilft Ultraschall heilen: Wie das 3-Stufen-Konzept der DEGUM Diagnose und Therapie innerer Organe verbessert
Privatdozent Dr. med. Dieter Nürnberg, Vorstandsmitglied der DEGUM, Neuruppin

ANTWORTFORMULAR:

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DEGUM Pressestelle
Anna Julia Voormann
Postfach 30 11 20
D - 70451 Stuttgart
E-Mail: info@medizinkommunikation.org
Telefon: 0711 89 31 552
Fax: 0711 89 31 167
Weitere Informationen: http://www.degum.de Homepage der DEGUM
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