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Internationales Symposium: Integrierte Schädlingskontrolle im Rapsanbau

30.03.2006 - (idw) Georg-August-Universität Göttingen

Ein internationales Symposium zu Strategien der Schädlingskontrolle im europäischen Rapsanbau findet vom 3. bis 5. April 2006 an der Universität Göttingen statt. Im Rahmen der Veranstaltung diskutieren Experten aus Wissenschaft, Beratung und Agrarwirtschaft aktuelle Forschungsergebnisse zur Weiterentwicklung und Umsetzung des integrierten Pflanzenschutzes. Das Symposium bildet den Abschluss eines von der Europäischen Union (EU) geförderten Forschungsprojektes, in dem Wissenschaftler aus sechs EU-Ländern unter anderem die Bedeutung von natürlichen Feinden für die biologische Kontrolle von Rapsschädlingen untersucht haben. Der Agrarwissenschaftler Dr. Bernd Ulber vom Fachgebiet Pflanzenpathologie und Pflanzenschutz ist an diesem Projekt beteiligt und hat die Göttinger Veranstaltung organisiert. Er erwartet rund 90 Teilnehmer aus 17 Ländern. Pressemitteilung
Göttingen, 30. März 2006 / Nr. 104/2006

Internationales Symposium: Integrierte Schädlingskontrolle im Rapsanbau
Abschluss eines EU-Forschungsprojektes - Neue Erkenntnisse zu Pflanzenschutzstrategien

(pug) Ein internationales Symposium zu Strategien der Schädlingskontrolle im europäischen Rapsanbau findet vom 3. bis 5. April 2006 an der Universität Göttingen statt. Im Rahmen der Veranstaltung diskutieren Experten aus Wissenschaft, Beratung und Agrarwirtschaft aktuelle Forschungsergebnisse zur Weiterentwicklung und Umsetzung des integrierten Pflanzenschutzes. Das Symposium bildet den Abschluss eines von der Europäischen Union (EU) geförderten Forschungsprojektes, in dem Wissenschaftler aus sechs EU-Ländern unter anderem die Bedeutung von natürlichen Feinden für die biologische Kontrolle von Rapsschädlingen untersucht haben. Der Agrarwissenschaftler Dr. Bernd Ulber vom Fachgebiet Pflanzenpathologie und Pflanzenschutz ist an diesem Projekt beteiligt und hat die Göttinger Veranstaltung organisiert. Er erwartet rund 90 Teilnehmer aus 17 Ländern.

Durch den steigenden Bedarf an Rapsöl, vor allem für die Produktion von Biokraftstoffen, wird der Anbau von Winterraps in Europa stetig ausgeweitet. "Damit ist auch die Gefährdung durch den Befall mit pflanzenschädlichen Insekten in vielen Regionen erheblich gestiegen. Um einem damit verbundenen Ertragsverlust vorzubeugen, werden häufig Insektizide eingesetzt, ohne die Schadensschwellen zu berücksichtigen. Dies bedroht nicht nur die Rentabilität des Rapsanbaus, sondern kann auch negative Auswirkungen auf die Artenvielfalt und vor allem auf nützliche Insekten im Agrarökosystem haben", so Dr. Ulber. Das EU-Forschungsprojekt zielt darauf, ein integriertes Anbausystem zu entwickeln, in dem das Potential der natürlichen Gegenspieler optimal ausgeschöpft wird und der Einsatz von Insektiziden minimiert werden kann. In Vorträgen und Präsentationen werden zentrale Ergebnisse aus diesem und verwandten Projekten zum integrierten und biologischen Pflanzenschutz vorgestellt.

An dem Projekt "Integrated pest management strategies incorporating bio-control for European oilseed rape pests" waren Wissenschaftler aus Deutschland, Estland, Finnland, Großbritannien, Polen und Schweden beteiligt. "Mit unseren vierjährigen Untersuchungen haben wir weitreichende Erkenntnisse über die wichtigsten natürlichen Gegenspieler, ihre Verbreitung und ökologischen Ansprüche sowie ihre Leistungen für die biologische Kontrolle der Rapsschädlinge gewonnen. Zudem können wir nun belegen, dass die Schonung und Förderung natürlicher Feinde in Rapsanbausystemen zur Einsparung chemischer Pflanzenschutzmaßnahmen beitragen kann", so Dr. Ulber. Weitere Informationen sind im Internet unter http://www.symposium-ipm-oilseed-rape.de abrufbar.


Kontaktadresse:
Dr. Bernd Ulber
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Agrarwissenschaften
Department für Nutzpflanzenwissenschaften
Grisebachstraße 6, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-3725, Fax (0551) 39-4187
e-mail: bulber@gwdg.de
Internet: http://www.uni-goettingen.de/~instphyt/ento/b-ento-d.htm

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