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Langfristige Perspektive für exzellente Weiterentwicklung des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen gesichert

05.04.2006 - (idw) Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie NRW

KWI geht in gemeinsame Trägerschaft der drei Ruhrgebiet-Universitäten Die Landesregierung hat in ihrer gestrigen Kabinettsitzung beschlossen, das Kulturwissenschaftliche Institut (KWI) in Essen neu zu organisieren und ihm damit eine langfristige Perspektive für eine exzellente Weiterentwicklung zu sichern. Noch in diesem Jahr wird das KWI aus dem Verbund des Wissenschaftszentrums herausgelöst und als eigenständiges Institut in die Trägerschaft der drei Ruhrgebiet-Universitäten Duisburg-Essen, Dortmund und Bochum überführt. Das Zukunftskonzept, das heute in Essen NRW-Innovationsminister Andreas Pinkwart, KWI-Präsident Jörn Rüsen und der Rektor der Universität Duisburg-Essen, Lothar Zechlin, der Öffentlichkeit vorstellten, soll das Institut nachhaltig stärken.

Organisatorisch, haushalts- und personalwirtschaftlich ist das KWI an die Universität Duisburg-Essen angegliedert, die damit - auch inhaltlich - eine Sonderfunktion einnimmt. In einem noch zu schließenden Kooperationsvertrag wird die enge und intensive Zusammenarbeit des KWI mit den drei Hochschulen vereinbart. Die Eigenständigkeit des KWI - inhaltlich durch seine Konzentration auf die Kulturwissenschaften und strukturell durch seine Projektstruktur mit Elementen der Kollegstruktur einzigartig in der deutschen Wissenschaftslandschaft - bleibt erhalten. Das Institut wird weiter unter seinem Namen und auch in den derzeitigen Räumlichkeiten tätig sein. Es wird seine unabhängige Leitungsstruktur behalten. Das KWI wird auch nach der Neuorganisation ein reines Forschungsinstitut bleiben.

Über die Satzung der Uni Duisburg-Essen wird die Selbststeuerung des Instituts festgelegt. Ein Vorstand wird im Rahmen des Budgets über Programm, Personal und Mittelverteilung entscheiden. Ihm gehören der KWI-Direktor, je ein Vertreter der kooperierenden Universitäten Duisburg-Essen, Bochum und Dortmund und der KWI-Geschäftsführer an.

Das KWI erhält damit langfristige Planungssicherheit und die Möglichkeit, sich noch besser zu vernetzen, noch interdisziplinärer zu arbeiten und mit den drei Universitäten im Rücken eine noch größere Wirkung zu erzielen, sagte Pinkwart. Dies sei gerade für seine internationale Ausrichtung und die Bewerbung um international ausgeschriebene Forschungsetats von großer Bedeutung.

Das Kulturwissenschaftliche Institut, das 2002 vom Wissenschaftsrat sehr gut beurteilt wurde, soll damit zu einem international exzellenten, fest im Ruhrgebiet verankerten und damit zu einem für die Region identifikationsstärkenden Nukleus im geisteswissenschaftlichen Bereich werden. Minister Pinkwart äußerte sich mit der Neuorganisation sehr zufrieden: "Die Neuorganisation des KWI hat dreifache Signalwirkung: für eine intensive Kooperation der drei Universitäten im Ruhrgebiet, für die Bündelung der Kräfte und die Stärkung echter Stärken und für den Stellenwert der Geisteswissenschaften in der nordrhein-westfälischen Wissenschaftslandschaft. Mit diesem Konzept stärken wir das KWI nachhaltig und ermöglichen ihm langfristige Perspektiven zur Weiterentwicklung."

Auch Institutspräsident Prof. Rüsen betonte die großen Zukunftschancen: "Wir wollen gemeinsam mit den Universitäten eine ganz neue Institution schaffen - ein Institut, das Potenziale bündelt, kooperative Projekte mit internationaler Ausstrahlung organisiert und dazu beiträgt, Netzwerke auszubauen und Profile zu schärfen. Wir wollen gemeinsam die Forschungsexzellenz fördern, die Kooperation in den Humanwissenschaften intensivieren und die Internationalisierung der Forschung in der Ruhrregion stärken."


Stellvertretend für die drei Ruhrgebiets-Universitäten sagte der Duisburg-Essener Rektor Prof. Zechlin: "Wir begrüßen die gefundene Lösung zur Zukunft des KWI, denn sie trägt nicht nur zur Profilschärfung der Universität Duisburg-Essen bei, sondern vernetzt außerdem die drei Ruhrgebietshochschulen in einem strategischen Arbeitsfeld."

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