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Hannovermesse: Forschungsinitiative KW21 gibt Gas

06.04.2006 - (idw) Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Forschungsverbünde

Die Forschungsinitiative von Bayern und Baden-Württemberg "Kraftwerke des 21. Jahrhunderts" (KW21) präsentiert einige der aktuellen Forschungsprojekte zu neuen Kraftwerkstechnologien in Halle 13, Stand E60 (Gemeinschaftsstand von Bayern innovativ). Halle 13 ist der Leitmesse Energy vorbehalten, die das ganze Spektrum von der Energieerzeugung über Energieversorgung, -übertragung und -verteilung bis zum Verbrauch abdeckt. Ziel der gemeinsamen Forschungsinitiative aus Wirtschaft und Universität ist eine neue Generation Kraftwerke, die die Energieversorgung der Zukunft sichern soll: wettbewerbsfähig, zuverlässig, hocheffizient, flexibel und wesentlich umweltfreundlicher. Eine wichtige Rolle spielen energiewirtschaftliche Projekte, damit der zukünftige Kraftwerkspark nicht nur technisch ausgereift, sondern ganzheitlich eingepasst ist in das europäische wirtschaftliche Umfeld. Die gesamte Initiative umfasst 36 Forschungsprojekte an den süddeutschen Universitäten und neun Industriepartner. Wirtschafts- und Wissenschaftsministerien, die Bayerische Forschungsstiftung und die Industrie finanzieren die Forschungsinitiative gemeinsam.

Kraftwerkssysteme und Dampferzeuger
Diese Projekte sollen die Wettbewerbsfähigkeit fossil gefeuerter Dampf-Kraftwerke erhöhen. Neue Methoden zur Optimierung der Kraftwerksprozesse stellen einen möglichst kostengünstigen Betrieb mit hohem Wirkungsgrad bei Voll- und bei Teillast sicher; gleichzeitig sollen die Schadstoffemission sinken und die Kraftwerke in der Wahl ihrer Brennstoffe möglichst flexibel sein.

Fluiddynamik und Dampfturbine
Die Forschung an Dampfturbinen konzentriert sich auf einen zuverlässigeren Betrieb bei noch besserem Wirkungsgrad und geringeren Kosten. Das betrifft sowohl die Reduzierung der herstellerseitigen Erstellungskosten wie auch der betreiberseitigen Investitions- und Betriebskosten. KW21 arbeitet an innovativen Detailverbesserungen der Dampfturbine und mischt mit bei den globalen, mehr sprunghaften Entwicklungsschritten der gesamten Dampfturbinentechnik.

Energiewirtschaft
Unsichere Brennstoffpreise, das wettbewerbliche Umfeld und die politischen Vorgaben zum Klimaschutz, der regenerativen Energienutzung und zum Ausstieg aus der Kernenergie beeinflussen die Stromerzeugung in der Zukunft. Die energiewirtschaftlichen Analysen geben Energieversorgern und der energietechnischen Industrie Planungssicherheit, wie der optimale Kraftwerkspark der Zukunft aussieht.

Gasturbinen, Brennkammern und Turbomaschinen
Gasturbinen sind die Sprinter unter den Energieerzeugern: sie können äußerst schnell Energie in das Stromnetz einspeisen. Windkraft und sonstige alternative Energien werden in Zukunft eine größere Rolle spielen, sind aber unsichere Stromlieferanten. Da schlägt die Stunde der Gasturbine in kombinierten GuD-Kraftwerken (Gas- und Dampfturbine) und ein höherer Wirkungsgrad ist deshalb eine zentrale technologische Herausforderung. Die Wissenschaftler bei KW21 arbeiten deshalb auch mit Hochdruck an verbesserten Designtools und neuen Verbrennungstechniken.

Prof. Dr.-Ing. Thomas Sattelmayer, einer der Sprecher von KW21, informiert interessierte Journalisten am 24. April ab 12:00 Uhr gerne im Detail. Eine Anmeldung ist hilfreich bei


Dr. Jutta Reichert
abayfor - Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Forschungsverbünde
Tel (089) 2 89-2 25 38
Fax (089) 2 89-2 25 89
E-Mail j.reichert@abayfor.de
Internet http://www.abayfor.de/kw21
Weitere Informationen: http://www.abayfor.de/kw21 - Homepage der Forschungsinitiative http://www.abayfor.de - abayfor und die Forschungsverbünde
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