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Bund und Länder beschließen letzten Rahmenplan für Hochschulbau

07.04.2006 - (idw) Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Schavan: "Neuer Föderalismus bringt Plus für die Hochschulen"

Bund und Länder stellen für Projekte zum Ausbau der Hochschulen in diesem Jahr 1,85 Milliarden Euro zur Verfügung. Der gemeinsame Planungsausschuss verabschiedete am Freitag in Berlin den 35. und voraussichtlich letzten Rahmenplan für den Hochschulbau. Im Zuge der Föderalismusreform soll die Finanzierung des Hochschulbaus am 1. Januar 2007 in die Kompetenz der Länder übergehen.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan begrüßte die Reform: "Der neue Föderalismus bringt ein Plus für die Hochschulen." Künftig könnten die Länder jeweils allein und ohne bürokratischen Aufwand über die Verwendung ihrer Investitionen im Hochschulbau entscheiden. "Die Hochschulen können ihren Ausbau künftig direkt mit ihren Ländern verhandeln und schnell verwirklichen." Der Bund stehe zu seiner finanziellen Verantwortung und werde den Ländern als Kompensationsbeitrag ab 2007 einen Anteil von jährlich rund 695 Millionen Euro für den Hochschulbau direkt überweisen. Noch einmal rund 298 Millionen Euro stünden pro Jahr für Forschungsbauten einschließlich Großgeräte zur Verfügung.

Mit der Verabschiedung des Rahmenplans stehen für das Jahr 2006 1,85 Milliarden Euro zur Verfügung. Sie werden jeweils zur Hälfte von Bund und Ländern aufgebracht werden. Mit dem Geld können die in den Vorjahren in Angriff genommenen Investitionen fortgesetzt und darüber hinaus rund die Hälfte der vom Wissenschaftsrat neu empfohlenen Bauvorhaben begonnen werden.


Unter anderem wurden folgende größere Investitionsvorhaben zur Mitfinanzierung durch den Bund freigegeben:

Neubau für die Medizinische Fakultät der Universität Würzburg mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 66,5 Mio. Euro.

Neubau für Angewandte Naturwissenschaften und Technik der Fachhochschule Aachen, Abteilung Jülich mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 55,9 Mio. Euro.

Sanierung der Chemischen Institute der Universität Tübingen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 52,2 Mio. Euro.

Neubau von Hauptgebäude, Großer Hörsaal und Aula am Universitätskomplex Augustusplatz der Universität Leipzig mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 49,6 Mio. Euro.

Sanierung des Forschungsverfügungsgebäudes der Universität Halle-Wittenberg mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 45,8 Mio. Euro.

Umbau des Gebäudes I 3 für Theoretische Institute der Medizinischen Hochschule Hannover mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 40,6 Mio. Euro.

Umbau und Herrichtung Diagnostikzentrum, Sauerbruchstraße, der Universität Greifswald mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 28,3 Mio. Euro.

Neubau House of Finance der Universität Frankfurt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 22,8 Mio. Euro.

Neubau eines zentralen OP-Bereiches mit einer Bettenstation des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel, mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 22,4 Mio. Euro.

Neubau eines Informations-, Kommunikations- und Medienzentrums in Golm der Universität Potsdam mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 22,1 Mio. Euro.

Neubau Forschungsgebäude Bioinformatik der Universität des Saarlandes mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 16,4 Mio. Euro.

Neubau für Forschungseinrichtungen der Humboldt-Universität zu Berlin, Charité, Campus Buch, mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 15 Mio. Euro.

Weiterer Ausbau insbesondere für Natur- und Ingenieurwissenschaften der Hochschule Bremerhaven mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 13,8 Mio. Euro.


Neubau für den Fachbereich Musik der Universität Mainz mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 11,5 Mio. Euro.

Umbau für das Zentrum Molekulare Biomedizin der Universität Jena mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 9,2 Mio. Euro.

Neubau eines Studiokomplexes der Fachhochschule Hamburg mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 5,3 Mio. Euro.
Weitere Informationen: http://www.bmbf.de/press/1766.php
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