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"Umgestoßen" - Provokation auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin 1988

10.04.2006 - (idw) Technische Universität Berlin

Einladung zu der Vortragsreihe "Lebenszeugnisse" Die Gesprächsreihe mit Zeitzeugen findet als gemeinsame Veranstaltung des Zentrums für Antisemitismusforschung und des Literaturforums im Brecht-Haus statt. Vorgestellt werden - durch Lesungen, Gespräche und Diskussionen - Autorinnen und Autoren, die Erinnerungen aus der jüdischen Lebenswelt publizieren. Die Themen reichen vom jüdischen Alltag und der Diskriminierung in der NS-Zeit über den Holocaust und das Exil bis hin zur Erfahrung des Überlebens und den Schwierigkeiten des Erinnerns.

Am 27. April 2006 diskutiert Wolfgang Benz, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin, mit der Historikerin Annette Leo. Wir laden Sie herzlich zu dieser Veranstaltung ein und bitten Sie, in Ihrem Medium auf dieses Gespräch hinzuweisen. Bitte leiten Sie diese Information auch an Ihre Kultur-/Feuilletonredaktion weiter:

Zeit: Donnerstag, den 27. April 2006, 20.00 Uhr
Ort: Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestr. 125, 10115 Berlin
Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro; kein Kartenvorverkauf

1988 kletterten fünf Jugendliche nachts über die Mauer des Jüdischen Friedhofs an der Schönhauser Allee, stießen Grabsteine um und riefen antisemitische Parolen. Als die Polizei sie schließlich verhaftete, wurde der "Einzelfall" zum DDR-Problem. Die Vorbereitungen für den 50. Jahrestag des Novemberpogroms waren in vollem Gange. Die DDR wollte sich als ein Staat präsentieren, in dem die Wurzeln des Antisemitismus für immer ausgerottet seien. Es kam zu einem Schauprozess, bei dem die hohen Gefängnisstrafen für die 16/17-Jährigen schon vorher feststanden. 15 Jahre später suchte die Historikerin Annette Leo nach den Spuren des Geschehens, sprach mit den Verurteilten, mit deren Mitschülern und Lehrern, mit Anwälten und einem der Stasi-Vernehmer. Aus den unterschiedlichen Erinnerungen der Akteure entstand eine Momentaufnahme der DDR, ein Jahr vor ihrem Ende.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Yasemin Shooman, Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, Tel.: 030/314-79403, Fax: -21136.
Weitere Informationen: http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2006/pi86.htm
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