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Dreidimensional und interaktiv am Computer gestalten: HPI-Studenten entwickeln "Baukasten" für virtuelle Städt

12.04.2006 - (idw) Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI)

Potsdam. Ein Softwaresystem, mit dem man dreidimensional und interaktiv virtuelle Städte oder Landschaften gestalten kann, haben sieben junge Studenten des Hasso-Plattner-Instituts entwickelt. Sie stellten es anlässlich des "Bachelorpodium 2006" in Potsdam vor. Die Veranstaltung am 12. April war einer von 365 ausgewählten Orten in der Innovations-Kampagne "Land der Ideen" und einer der HPI-Beiträge zum Informatikjahr 2006. Insgesamt rund 60 Bachelor-Studenten präsentierten der Öffentlichkeit, welche innovativen IT-Lösungen sie im Rahmen ihres praxisnahen HPI-Studiums im Auftrag von Untenehmen und Institutionen entwickelt haben. Die sieben künftigen IT-Ingenieure aus dem 7. Semester demonstrierten auf dem "Bachelorpodium 2006", wie man dank ihrer Entwicklung künftig zum Beispiel Straßen in den Städten schnell und einfach mit Laternen, Parkbänken und Leitpfosten ausstatten kann - am Computerbildschirm. "Wir haben einen digitalen Katalog von Stadtmöbeln zusammengestellt, dessen Objekte unser Programm dann entweder zufällig oder regelmäßig platziert", berichtet HPI-Student Manuel Wellmann. Sogar botanisch geprüfte Visualisierungen von Pflanzen und Bäumen kommen zum Einsatz. So können in der Stadt- und Landschaftsplanung der Standort und die Integration von Objekten beliebig ausprobiert und in ihrer dreidimensionalen Wirkung kontrolliert werden.

"Unserem Programm gelingt es ferner, Flächen im Stadt- und Landschaftsbild zu definieren, denen dann ein bestimmter Verwendungszweck, zum Beispiel Fluss oder Wiese, zugeordnet werden kann. Der Computer erzeugt dann für die Wiese nicht einzelne Grashalm-Bilder und setzt sie zusammen, sondern diese Fläche erscheint dann ohne weiteres Zutun am Bild¬chirm sofort als Rasenfläche", erläutert Manuel Wellmann. Die Wiedergabe von Wasser ist so naturgetreu, dass man sogar Schatten und Reflexe auf den Wellen erkennen kann.

Basis für die innovative Lösung der Studenten war die am HPI entwickelte Software 'LandXplorer', die schon von früheren Bachelorstudenten-Gruppen für Erweiterungen und Verbesserungen genutzt worden ist. Am HPI-Lehrstuhl "Computergrafische Systeme" von Prof. Jürgen Döllner wird die LandXplorer-Software auch für Industrieprojekte weiterentwickelt.
Weitere Informationen: http://www.hpi-web.de http://www.informatikjahr.de http://www.land-der-ideen.de
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