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Japan, Korea und Thüringen starten gemeinsames Studienprogramm

19.04.2006 - (idw) Universität Erfurt

Am Montag (24. April) fällt in Erfurts Kleiner Synagoge der Startschuss für eine einzigartige Neuerung in der deutschen Hochschullandschaft: Studenten und Dozenten aus Japan, Korea und Deutschland treffen sich, um eine Woche lang intensiv in einem
Seminar zu lernen und zu diskutieren. Beteiligt sind drei koreanische, zwei japanische und zwei thüringische Universitäten: die Universität Erfurt und die Bauhaus-Universität Weimar. Sie haben mehr als 30 fortgeschrittene Studenten und 8 Lehrkräfte ausgewählt, die sich in diesem Jahr für jeweils 7 Tage in Thüringen, Tokyo und Seoul treffen werden. Das Oberthema des Programms, das mindestens drei Jahre lang laufen soll, lautet "Weltenbilder - Welten bilden". Die Unterrichtssprache ist Englisch. Der Deutsche Akademische Austauschdienst trägt Reise- und Aufenthaltskosten der deutschen Teilnehmer und die Unterbringung der ausländischen Gäste in Erfurt und Weimar.

Professor Reinhard Zöllner vom Erfurter Lehrstuhl für Ostasiatische Geschichte und sein Kollege Jörg Gleiter von der Bauhaus-Universität Weimar entwickelten die Idee für dieses bislang einmalige Austauschprogramm im letzten Jahr. Alle beteiligten Universitäten haben untereinander Partnerschaften abgeschlossen, doch ist es die Ausnahme, dass sie miteinander gemeinsamen Unterricht durchführen. Noch seltener ist, dass solche Veranstaltungen im "Dreieck" stattfinden. Zöllner erhofft sich davon eine "Intensivierung der Partnerschaften, einen Beitrag zur Internationalisierung der akademischen Lehre und nicht zuletzt fruchtbare Gelegenheit, um die schwierigen Nachbarn Japan und Korea einander ein Stück näherzubringen". Bis vor kurzem brauchten z.B. japanische und koreanische Studenten Einreisevisa, wenn sie ihr Nachbarland besuchen wollten. Rechtzeitig zum Beginn des neuen Programms wurde diese Visumpflicht aufgehoben. Die feierliche Eröffnungsveranstaltung am 24. April von 9 bis 11 Uhr in der Kleinen Synagoge ist öffentlich. Neben Vertretern der
Universitäten werden Repräsentanten der japanischen und koreanischen Botschaft erwartet.

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