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Reha: Beteiligung der Patienten ist der beste Weg zum Erfolg

14.01.2003 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Die Schulung von Patienten mit chronischen Krankheiten ist im Zuge der Rehabilitation dann am erfolgreichsten, wenn sich die Kranken selbst aktiv einbringen. Wenn sie ihr Leiden genau kennen, wenn sie wissen, wie es zu behandeln ist, und wenn sie verstanden haben, was sie selbst zur Behandlung beisteuern können, dann trägt dies langfristig zu stabilen und besseren Behandlungsergebnissen bei.

Dies haben die Forschungsprojekte zur Patientenschulung, die der Rehabilitationswissenschaftliche Forschungsverbund Bayern (RFB) seit fünf Jahren in Kooperation mit regionalen Kliniken durchführt, sehr deutlich gezeigt. Das berichteten RFB-Vertreter am 13. Januar anlässlich einer Tagung im Bildungszentrum der gesetzlichen Rentenversicherung in Würzburg bei einem Pressegespräch.

Bei verschiedenen Studien über so unterschiedliche Erkrankungen wie Diabetes, Nierenkrankheiten, Asthma oder chronische Rückenleiden fanden sich immer wieder Hinweise, dass es ähnliche Bestandteile einer Schulung sind, die deren Qualität und Erfolg bestimmen. Laut dem Würzburger Reha-Experten und RFB-Sprecher Prof. Dr. Dr. Hermann Faller handelt es sich bei diesen Bestandteilen zum Beispiel um die Orientierung an den individuellen Bedürfnissen der Patienten und um deren aktive Mitwirkung im Schulungsprogramm.

Der Reha-Forschungsverbund, in dem die Universität Würzburg eine führende Rolle spielt, veranstaltete seine Fachtagung am 13. und 14. Januar. Sie widmete sich den gemeinsamen Elementen von Schulungen und sollte den aktuellen Forschungsstand zum Thema aufzeigen.

Etwa 100 Experten aus ganz Deutschland - Chefärzte, Klinikpsychologen, Wissenschaftler sowie Fachleute von Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern - nahmen teil. Sie diskutierten über Möglichkeiten, die modernen Erkenntnisse in den Alltag der Gesundheitsversorgung, speziell der Rehabilitation, aber auch in Prävention und die Versorgung chronischer Krankheiten generell (Stichwort "Disease Management Programme") zu integrieren.

Des weiteren ging es auch um Möglichkeiten, die Strategien und Methoden von Forschungsansätzen zu verbessern. Ziel: Die Zusammenhänge zwischen seelischer Einstellung, Motivation und dem Verlauf chronischer Erkrankungen sollen noch besser aufgeklärt werden.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Dr. Hermann Faller, Dr. Heiner Vogel, T (0931) 31-2070, Fax (0931) 31-2078, E-Mail:
h.vogel@mail.uni-wuerzburg.de
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