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DAC 2006: Schnellere Erholung nach größeren OPs durch inhalative Sedierung

24.04.2006 - (idw) Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

53. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und
Intensivmedizin (DGAI) / Deutscher Anästhesiecongress (DAC)
17. - 20. Mai 2006, Congress Centrum Leipzig

Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin:
Schnellere Erholung nach größeren OPs durch inhalative Sedierung

Leipzig - Patienten, die nach größeren Operationen intensivmedizinisch versorgt werden müssen, bleiben danach oft in einer flachen Narkose. Diese so genannte Sedierung wird mittels einer intravenösen Infusion von Medikamenten erzielt. Besser für den Patienten ist jedoch eine Sedierung mittels gasförmiger Anästhesiegase (volatiler Anästhetika). Die inhalative Sedierung auf Intensivstationen hat deutliche Vorteile gegenüber der intravenösen Methode: Das Bewusstsein der Patienten bleibt sicher ausgeschaltet. Dies ist vor allem bei einer künstlichen Beatmung wichtig. Ferner lässt sich das Verfahren, nicht nur besser steuern, sondern es ist auch besonders schonend für die Organe. Hinzu kommt, dass es vor allem auf Herz und Gehirn sogar einen schützenden Einfluss hat. Auf Intensivstationen dürfen die gasförmigen Anästhesiegase derzeit allerdings nur in eigenärztlicher Verantwortung, das heißt im so genannten "Off-Label-Use" oder in klinischen Studien eingesetzt werden. "Damit die positiven Eigenschaften dieser Anästhetika allen Patienten zugute kommen können, muss in diesem Bereich vermehrt geforscht werden. Diese Studien sind notwendig, damit beispielsweise auch eine Zulassungserweiterung der Anästhesiegase auf Intensivstationen vom Gesetzgeber erteilt werden kann", fordert Dr. med. Jens Soukup von der Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin des Klinikums der Medizinischen Fakultät in Halle im Vorfeld des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DAC) vom 17. bis 21. Mai 2006 in Leipzig.

Ein Grund für die bisherige Einsatzbeschränkung der volatilen Narkosegase auf den OP-Bereich liegt darin, dass für ihre Verdampfung bisher eine aufwendige technische Ausstattung erforderlich war. Neuerdings steht jedoch ein kleiner Miniaturverdampfer, das so genannte AnaConDa-System zur Verfügung. Es kann den bisher verwendeten Beatmungsfilter ersetzen. Erste klinische Studien zu ihrem Einsatz auf der Intensivstation zeigen, dass sie unter anderem auch bei Patienten mit Nieren- oder Leberschäden angewendet werden können. Viele andere Anästhetika belasteten diese Patienten zusätzlich. "Wir müssen nun weiter klären, ob der Behandlungsprozess mit den volatilen Anästhetika beschleunigt oder optimiert werden kann", sagt Soukup. Der Mediziner wird erste Erfahrungen auf dem DAC 2006 im Mai in Leipzig vorstellen.

TERMINHINWEISE

Vorab-Pressekonferenz
Mittwoch 10. Mai 2006, 11.00 bis 12.00 Uhr, Panorama Restaurant, Leipzig

Kongress-Pressekonferenz
Mittwoch, 17. Mai 2006, 12.30 bis 13.30 Uhr
Congress Center Leipzig, Raum 10

VORTRÄGE
Inhalative Sedierung mit SEVOrane auf der Intensivstation -
erste klinische Erfahrungen
18. Mai 2006, 11.48 bis 12.12 Uhr, Congress Center Leipzig, Raum Leipzig 3

Sevofluran zur Sedierung intensivmedizinischer Patienten - Erste Erfahrungen mit dem Anästhesiegasrezirkulierungssystem AnaConDa
20. Mai 2006, 10.10 Uhr, Congress Center Leipzig, Raum Dresden 1

ANTWORTFORMULAR

____Ich werde den DAC 2006 in Leipzig persönlich besuchen.

____Ich werde die Vorab-Pressekonferenz am 10. Mai in Leipzig persönlich besuchen.

____Ich werde die Kongress-Pressekonferenz am 17. Mai in Leipzig persönlich besuchen.

____Bitte informieren Sie mich kontinuierlich über den Deutschen Anästhesiecongress und Themen der DGAI ___per Post/___per E-Mail.


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zurückfaxen bitte an 0711 89 31 - 566

Pressekontakt für Rückfragen:
DGAI Pressestelle
Silke Jakobi
Postfach 30 11 20
D-70451 Stuttgart
Tel.: 0711 89 31 - 163
Fax: 0711 89 31 - 566
E-Mail: jakobi@medizinkommunikation.org
Internet: http://www.DAC2006.de
http://www.DGAI.de

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