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Studie zu Schlaf und Fahrtüchtigkeit im RUB-Klinikum Bergmannsheil

24.04.2006 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Müdigkeit ist einer der Hauptgründe für menschliches Versagen und die Verursachung von folgenschweren Unfällen am Arbeitsplatz oder im Straßenverkehr: Menschen, die schlecht schlafen, verursachen bis zu sieben Mal mehr Unfälle als Gesunde, wie eine im RUB-Klinikum Bergmannsheil durchgeführte Studie gezeigt hat: Patienten, die schnarchen, wiesen bei Tests im Fahrsimulator eine erhöhte Unfallneigung auf, die sich unter Therapie aber normalisiert. Eine weitere Studie soll nun zeigen, wie schnell sich die Fahrtüchtigkeit von Schnarchern unter der Therapie verbessert. Die Klinik sucht für die Studie noch gesunde Kontrollpersonen, die ihr Schlafverhalten und ihre Fahrtüchtigkeit untersuchen lassen möchten. Information und Anmeldung: Dorothee Podbregar, 0234/302-6800 (tgl. 11 bis 12 Uhr). Bochum, 24.04.2006
Nr. 142

Studie zu Schlaf und Fahrtüchtigkeit im RUB-Klinikum Bergmannsheil
Schnarcher bauen mehr Unfälle
Teilnehmer für Fahrsimulator-Test gesucht

Müdigkeit ist einer der Hauptgründe für menschliches Versagen und die Verursachung von folgenschweren Unfällen am Arbeitsplatz oder im Straßenverkehr: Menschen, die schlecht schlafen, verursachen bis zu sieben Mal mehr Unfälle als Gesunde, wie eine im RUB-Klinikum Bergmannsheil durchgeführte Studie gezeigt hat: Patienten, die schnarchen, wiesen bei Tests im Fahrsimulator eine erhöhte Unfallneigung auf, die sich unter Therapie aber normalisiert. Eine weitere Studie soll nun zeigen, wie schnell sich die Fahrtüchtigkeit von Schnarchern unter der Therapie verbessert. Die Klinik sucht für die Studie noch gesunde Kontrollpersonen, die ihr Schlafverhalten und ihre Fahrtüchtigkeit untersuchen lassen möchten. Information und Anmeldung: Dorothee Podbregar, 0234/302-6800 (tgl. 11 bis 12 Uhr).

Sauerstoffmangel stört den Schlaf

Mindestens zwei Prozent der Frauen und vier Prozent der Männer zwischen 30 und 60 Jahren leiden am sog. Schlafapnoe-Syndrom: Während sie schlafen, kollabieren ihre oberen Atemwege, so dass die Schläfer einen ständigen Sauerstoffmangel erleiden. Der Schlaf ist nicht erholsam; die Patienten sind den ganzen Tag müde und neigen zum Einnicken, was nachweislich das Unfallrisiko erhöht. Eine einfache Therapie kann helfen: Eine Atemmaske hält während des Schlafs die Atemwege frei - Reaktionsfähigkeit und Aufmerksamkeit der Patienten bessern sich und somit auch ihre Fahrtüchtigkeit. "Im Augenblick gibt es aber noch keine sichere Grundlage für Empfehlungen, ab wann Schlafapnoe-Patienten nach Beginn der Therapie wieder Auto fahren sollten", erläutert Dr. Maritta Orth von der Klinik für Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, die die Studien gemeinsam mit der Neurologischen Klinik durchführt. Die Spezialisten vermuten aber, dass die Behandlung schnell hilft: In der aktuellen Studie ermitteln sie die Fahrtüchtigkeit von Patienten, die seit 14 Tagen therapiert werden, im Vergleich mit gesunden Probanden.

Fahrsituation wie im Auto

Gesucht werden für diese Studie gesunde Kontrollpersonen, die ihren Schlaf und ihre Fahrtüchtigkeit untersuchen lassen. Unter anderem gehört dazu ein Fahrsimulatortest: Der Fahrsimulator ist exakt dem Fahrerplatz in einem Pkw nachgebildet und simuliert auch Bremsverzögerung, Beschleunigung und Fliehkraft in Kurven unter verschiedenen Bedingungen wie etwa Aquaplaning.


Weitere Informationen

PD Dr. Maritta Orth, PD Dr. Sylvia Kotterba, Berufsgenossenschaftliche Kliniken Bergmannsheil Bochum, Klinikum der Ruhr-Universität, Bürkle-de-la-Camp-Platz 1, 44789 Bochum, Tel. 0234/302-3544/-6814, E-Mail: maritta.orth@rub.de, sylvia.kotterba@rub.de

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