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Hannover Messe: Forschungszentrum Jülich, Universität Duisburg-Essen und FH Bielefeld zeigen innovative Projekte

25.04.2006 - (idw) Innovationsland Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-westfälische Hochschulen und Forschungseinrichtungen präsentieren am Gemeinschaftsstand "Innovationsland NRW" des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie NRW in Halle 2, Stand C 36, auf der Hannover Messe ihre praxisorientierte Forschung. Forschungszentrum Jülich:

In Zusammenarbeit mit Industriepartnern haben Wissenschaftler des Forschungs-zentrums Jülich sowohl die Hard- als auch die Software für einen Computerto-mographen entwickelt, der in sehr guter Bildqualität dreidimensionale Bilder beispielsweise aus dem Inneren des Körpers liefert. Die Umsetzung der Bilder, für die eine Fülle von Daten verarbeitet werden muss, geht mittels speziell entwickelter Hardware beim Jülicher Computertomographen 20- bis 50-mal schneller als bei herkömmlichen Geräten. Der Arzt sieht so bei einer Operation die Bilder, die zum Beispiel eine Sonde im Körper liefert, fast in Echtzeit. Durch einen besonderen Monitor sind die Bilder ohne 3D-Brille dreidimensional wahrnehmbar und wirken so räumlich, als ob man sie anfassen könnte. Davon können sich die Besucher auf der Messe überzeugen und am Bildschirm beispielsweise eine Reise durchs Innere des Körpers antreten.

Universität Duisburg-Essen

Der Lehrstuhl Mechanik der Universität Duisburg-Essen präsentiert auf der Hannover Messe eine virtuelle Entwurfsumgebung für Achterbahnen, mit der sich die Entwicklungszeiten um mehr als die Hälfte reduzieren lassen. Am Stand kann der Besucher diese ausprobieren und eine virtuelle Achterbahnfahrt unternehmen. Eine Achterbahn muss so ausgelegt sein, dass die Fahrt aufregend ist - aber ungefährlich. Mit Hilfe der Software aus Duisburg-Essen lassen sich Beschleunigung, Kurvenneigung und Kurvenradius mit wenigen Mausklicks am Computer zusammenstellen, die Fahrten simulieren und direkt berechnen, wie stabil welche Stütze sein muss. Der deutsche Achterbahnhersteller Maurer Söhne ist durch die kürzeren Entwicklungszeiten, die ihm die virtuelle Entwurfsumgebung aus Duisburg-Essen ermöglicht, international konkurrenzfähiger geworden. Die Wissenschaftler aus Duisburg-Essen bringen das Modell einer Achterbahn mit auf die Messe, die Maurer Söhne nach Großbritannien geliefert hat.

Fachhochschule Bielefeld:

Zehn Professoren der Fachhochschule Bielefeld haben sich zur Kompetenz-plattform "Vernetzte Simulation" zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist die Optimierung der Wertschöpfungskette in Unternehmen mit Hilfe einer intelligenten Vernetzung von Simulationen. Auf der Messe können die Besucher an den vielfältigen Experimenten der Bielefelder Forscher mitwirken. In einem Fahrsimulator testen sie, auf welche Punkte der Messebesucher in den Kurven einer projizierten Landstraßen-Fahrt schaut. So wird die Entwicklung einer aktiven Beleuchtungssteuerung betrieben. Anhand eines optischen 3D-Scanners wird demonstriert wie reale Objekte in virtuelle Computermodelle übertragen werden können. Außerdem zeigen die Wissenschaftler, wie jeder im Rahmen des so genannten "Public-Resource Computing" mit Hilfe seines häuslichen Computers an der Erforschung neuartiger Speichermaterialien teilnehmen kann - in einer weltweit vernetzten Simulation. Um auf die Aktualität gerade dieses Themas aufmerksam zu machen, wurde von der Hannover Messe AG der Begriff "Public-Resource Computing" erstmalig in den Produktmessekatalog aufgenommen. Unterstützt wird der Messe-Auftritt der Kompetenzplattform von den Firmen Isringhausen aus Lemgo, Dreckshage aus Bielefeld, Hella aus Lippstadt und MAGNUM aus Darmstadt.

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