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Neue Wirtschaftsfakultät der TUM: Ehrendoktorwürde für drei Koryphäen

14.01.2003 - (idw) Technische Universität München

Roland Berger, Prof. Adolf F. Coenenberg und Prof. Eberhard Witte als Wegbereiter der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften

Die neue Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Technischen Universität München (TUM) zeichnet drei Persönlichkeiten aus, die maßgeblich zu ihrer Gründung beigetragen haben. Roland Berger, Chairman & Global Managing Partner von Roland Berger Strategy Consultants und Mitglied des Hochschulrats der TUM, wird ebenso wie Prof. Adolf F. Coenenberg, Gründungsdekan der Fakultät und Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und Prof. Eberhard Witte, emeritierter Professor für Betriebswirtschaftslehre der LMU München, am Mittwoch, den 15. Januar 2003, die Ehrendoktorwürde der TUM verliehen. Um 10 Uhr eröffnet TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann im Auditorium der Pinakothek der Moderne, Barer Straße 40, den Festakt.

Roland Berger, Chairman & Global Managing Partner von Roland Berger Strategy Consultants und Mitglied des Hochschulrats der TUM, erhält den Titel eines Doctor oeconomiae honoris causa "...in Würdigung seiner herausragenden Leistungen in der betriebswirtschaftlichen Beratung und der Umsetzung betriebswirtschaftlichen Führungswissens in Institutionen der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft."

Der 65-jährige gründete 1967 seine eigene Beratungsgesellschaft. Roland Berger Strategy Consultants ist heute das weltweit führende Top Management Beratungsunternehmen europäischen Ursprungs und unterhält 35 Büros in 22 Ländern West- und Osteuropas, Nord- und Südamerika und in Asien. Im Gremium des Hochschulrats der TUM ist Berger seit seiner Gründung im Jahre 1999 vertreten.

Prof. Adolf F. Coenenberg, 64 Jahre, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsprüfung und Controlling und Vizepräsident der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft erhält die Ehrendoktorwürde "in Würdigung seiner herausragenden wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Betriebswirtschaftslehre, insbesondere der Bilanzierung, Unternehmensführung, Unternehmensbewertung, Kostenrechnung und Controlling und wegen seiner Leistung als Gründungsdekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Technischen Universität München".

Prof. Adolf Coenenberg gilt als Integrator von Wissenschaft und Wirtschaft. Seine Stärke liegt neben der wissenschaftlichen Arbeit vor allem im aktiven, diskussionsorientierten Transfer der entwickelten Konzepte in die Unternehmenspraxis. Als Gründungsdekan der Fakultät trug Coenenberg personell und wissenschaftlich in herausragendem Maße zum Aufbau der Fakultät bei. Durch sein Verdienst konnte binnen kurzer Zeit ein neuer Vollzeitstudiengang etabliert und die neu geschaffenen Lehrstühle mit renommierten Professoren besetzt werden.

Prof. Eberhard Witte, 75 Jahre, gehört zu den renommiertesten Fachvertretern der deutschen Betriebswirtschaftslehre und gilt als Wegbereiter der wissenschaftlichen Disziplin und als "Brückenbauer" zwischen der Betriebswirtschaftslehre und den technischen Nachbardisziplinen. Für die neue Wirtschaftsfakultät der TUM gilt Witte als geistiger Vater. Unter seiner maßgeblichen Mitwirkung entstanden Konzept sowie Prüfungs- und Studienordnung für den neuen Studiengang "Technologie- und Managementorientierte BWL".

Die neue Fakultät verleiht Witte die Verleihung der Ehrendoktorwürde "in Würdigung seiner herausragenden wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der empirischen Betriebswirtschaftslehre und der Erforschung der Wechselbeziehung zwischen Technik und Ökonomie bei Innovationen sowie der Umsetzung der Forschungsergebnisse in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, insbesondere bei der Mitgestaltung der Infrastruktur für die Technische Kommunikation in Deutschland und wegen seiner Leistungen als Vordenker und Mitgestalter der technisch orientierten Betriebswirtschaftslehre in der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Technischen Universität München".

Die Gründung der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften reiht sich nahtlos in das Reformwerk der Technischen Universität München ein. Im Zuge der Reorganisation konnten neue Professuren mit hervorragenden Wissenschaftlern besetzt werden - ein Prozess, der durch Stiftungsmittel aus der Wirtschaft entscheidend beschleunigt wurde. Derzeit hat die Fakultät 22 Professorenstellen und zwei Stiftungslehrstühle. Langfristig sind über 30 Professuren geplant.

Herausragende Merkmale der neuen standortübergreifenden Fakultät ist ihre Ausrichtung auf die technischen Nachbardisziplinen und auf die Life Sciences, außerdem die Integration von Ökonomie, Management und Technik in Forschung und Lehre.

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