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Lateinamerikazentrum: Workshop zum Mega-City-Projekt

26.04.2006 - (idw) Universität Leipzig

Mit einem internationalen Workshop organisiert das Lateinamerikazentrum der Universität Leipzig unter Leitung von Prof. Dr. Wilfried Morawetz einen Wissenschaftleraustausch zum deutsch-brasilianischen Projekt "Offene Räume in Megacities - ein Potential für naturorientiertes Leben". Zeit: 27. April 2006 bis 28. April 2006
Ort: Orangerie des Botanischen Gartens
Linnestraße 1

Das Projekt bezieht sich auf die enorm wachsende brasilianische Stadt Recife. Am konkreten Beispiel wollen die Wissenschaftler hier von vornherein Aspekte der Biodiversität, der Ökologie und der natürlichen Vegetation in die Planung einer zukünftige Megastadt einbeziehen. Wissenschaftler der Universidade Federal de Pernambuco und der Universidade Rural de Pernambuco und der Stadtverwaltung Recife tauschen dazu mit dem Grünflächenamt der Stadt Leipzig Erfahrungen zur Planung von Freiräumen aus, die hier in Leipzig z.B. mit dem Großprojekt Cospudener See gemacht worden sind.

Ziel des Workshops ist es, die methodische Vorgehensweise für das Projekt zu klären. Die aus insgesamt 35 Teilnehmern bestehende brasilianische und deutsche Arbeitsgruppe will dafür jetzt in Leipzig die Schnittstellen zwischen den unterschiedlichen Fachbereichen klären und mit einem geeigneten Geografischen Informationssystem (GIS) vergleichen, auswerten und modellieren. Anhand eines Pilotprojektes soll die Effektivität der Projektgruppe sowie die Nachhaltigkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen für den Stadtplanungsbereich belegt werden.

Bisher haben eine Reihe von Workshops in Brasilien und in Bonn stattgefunden, die vor allem die genaue Projektbeschreibung, die Forschungsziele, die Vorgangsweisen und die Koordinierung der zahlreichen Mitarbeiter zum Thema hatten.

"Hintergrund ist ein interdisziplinäres Forschungsprogramm zur Planung zukünftiger Megastädte, das vor einem Jahr vom BMBF ausgeschrieben wurde. Unter mehr als 100 Bewerbern konnte sich das Lateinamerikazentrum der Universität Leipzig mit dem deutsch-brasilianischen Projekt'Open Spaces in Megacities. Potential for Nature Orientated Living' unter die besten 16 einreihen." Erläutert Projektleiter und Initiator Prof. Dr. Wielfried Morawetz. "Nach einer weiteren Auswahlphase bekam das Lateinamerikazentrum den Zuschlag für eine zweijährige Planungsphase und die Option auf weitere 8 Jahre Projektdauer." An dem interdisziplinären und internationalen Konsortium nehmen Arbeitsgruppen aus Brasilien, Innsbruck, Dresden, Köln, Bonn und Leipzig teil.

Aus Leipzig beteiligt sind noch Arbeitsgruppen der Geographie, der Stadtplanung, des Umweltforschungszentrums und der lokalen Stadtverwaltung (Grünflächenamt). Soziologen, Ökonomen, Landwirte, Verwaltungsspezialisten und Geisteswissenschaftler (Romanisten) aus anderen Universitäten sind ebenfalls in das Projekt involviert. Das derzeitige zugesagte Drittmittelvolumen liegt bei mehr 350 000 Euro, ergänzt durch eingeworbene Stipendien und andere Drittmittel.


weitere Informationen:
Prof. Dr. Wilfried Morawetz
Telefon: 0341 97-38590
E-Mail: morawetz@uni-leipzig.de
www.uni-leipzig.de/~instbota

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