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Zwei Professoren der Universität Mannheim lehnen Rufe renommierter Wissenschaftszentren ab

15.01.2003 - (idw) Universität Mannheim

Der Volkswirtschaftler Professor Martin Hellwig und der Germanist Professor Jochen Hörisch bleiben an der Schlossuniversität

Gute Nachrichten für die Universität Mannheim: Professor Martin F. Hellwig Ph.D. und Professor Dr. Jochen Hörisch, beide führende Wissenschaftler auf ihrem Gebiet, bleiben der Hochschule erhalten. Professor Hellwig, einer der renommiertesten deutschen Ökonomen, hat sich gegen die Leitung des Instituts für Weltwirtschaft (IFW) in Kiel und für die Universität Mannheim entschieden. Der populäre Germanist und Medienwissenschaftler Professor Hörisch hat den Ruf an die Berliner Humboldt-Universität abgelehnt.

"Natürlich freue ich mich, dass unsere Professoren so begehrt sind. Noch mehr freut es mich aber, wenn diese ein verlockendes Angebot abwägen und sich dann für Mannheim entscheiden. Das zeigt mir, dass unsere Hochschule gut aufgestellt ist", begrüßte Universitätsrektor Professor Dr. Hans-Wolfgang Arndt die Entscheidung der beiden Wissenschaftler.

Professor Martin Hellwig Ph.D. ist Ordinarius für Volkswirtschaftlehre, insbesondere Wirtschaftstheorie an der Universität Mannheim und Vorsitzender der Monopolkommission der Bundesregierung. Hellwig war Wunschkandidat des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in der Frage um die Nachfolge des Institutspräsidenten Horst Siebert. Seine Entscheidung, den Ruf des renommierten Wirtschaftsinstituts nicht anzunehmen, stößt an der Universität Mannheim auf breite Zustimmung. Mit der Nachricht von Hellwigs Bleiben werden auch die Studierenden der Mannheimer VWL mehr als zufrieden sein. Sie hatten in einer spontanen Unterschriftenaktion mehr als 730 Stimmen zusammengetragen, um ihren Professor zu halten.

Martin Hellwig, 1949 in Düsseldorf geboren, lehrte lange an amerikanischen Spitzenuniversitäten und zählt zu den wenigen Deutschen, die im "Who' s who in economics" aufgeführt sind. An der Universität Mannheim ist Hellwig nach Lehrtätigkeiten in Princeton, Bonn, Basel, Jerusalem und an der Harvard University seit 1996 tätig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf den Themen Geldtheorie, Finanzmärkte und makroökonomischer Theorie. Für seine grundlegenden theoretischen Arbeiten wurde Professor Hellwig letztes Jahr mit der Ehrendoktorwürde der Eberhard Karls Universität Tübingen ausgezeichnet.

Es galt eigentlich schon als spruchreif, dass Professor Hörisch den Lockungen der Hauptstadt folgen und den Wechsel an die Humboldt-Universität vollziehen würde. Noch im Dezember letztes Jahres war der Medienwissenschaftler und bekennende "Humboldt-Fan" beim Promi-Chat von Campus-Click über den Reizen Berlins ins Schwärmen geraten. Dass sich Mannheim dann doch gegen die Stadt an der Spree durchsetzen konnte, rief bei Studenten und Kollegen große Begeisterung hervor. Mit Bravo-Rufen, Klatschen und dem obligatorischen Pulteklopfen reagierten die Studierenden auf die gute Nachricht von Hörischs Bleiben.

Hörisch, Jahrgang 1951, ist seit 1988 Ordinarius für Neuere deutsche Literatur und quantitative Medienanalyse (Neuere Germanistik II) in Mannheim. In den siebziger Jahren hat er in Düsseldorf, Paris und Heidelberg Germanistik, Philosophie und Geschichte studiert. Danach war er als Privatdozent und Professor an der Universität Düsseldorf tätig. Prof. Dr. Jochen Hörisch ist weit über die Grenzen Mannheims hinaus als Medienspezialist bekannt. Dazu haben zum einen seine zahlreichen Vortragsreisen, unter anderem nach Frankreich, USA, Kanada, Japan und in die Türkei, sowie unzählige Radio- und Fernsehauftritte zu kultur- und medienwissenschaftlichen Themen beigetragen. Hörisch war zudem Gastprofessor in Klagenfurt, Paris, Charlottesville (USA) und Princeton (USA).

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