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VolkswagenStiftung fördert Summer School-Reihe

15.01.2003 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Mit rund 200.000 Euro fördert die VolkswagenStiftung in Zusammenarbeit mit dem Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst das Programm "European Diploma in Cognitive and Brain Sciences" (EDCBS), das jungen Wissenschaftlern eine umfassende, fachübergreifende Ausbildung in Kognitiven Neurowissenschaften vermittelt.

Bochum, 15.01.2003
Nr. 12

VolkswagenStiftung fördert Summer School-Reihe
Kognitive Neurowissenschaft überschreitet Grenzen
Europäisches Diplom für interdisziplinäre Forscher

Mit rund 200.000 Euro fördert die VolkswagenStiftung in Zusammenarbeit mit dem Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst das Programm "European Diploma in Cognitive and Brain Sciences" (EDCBS), das jungen Wissenschaftlern eine umfassende, fachübergreifende Ausbildung in Kognitiven Neurowissenschaften vermittelt. 20 junge Biologen, Mediziner und Psychologen lernen in Summer Schools die vielfältigen Methoden des Fachs kennen und beschäftigen sich mit den grundsätzlichen Vorgängen im menschlichen Gehirn. Die RUB (Koordinatorin: Prof. Dr. Irene Daum, Fakultät für Psychologie) bietet das EDCBS gemeinsam mit den Universitäten Groningen (Niederlande), Teneriffa (Spanien), und Verona (Italien), der Freien Universität Amsterdam (Niederlande) und dem Max Planck Institut für Psychologische Forschung (Deutschland) an.

Bessere Ausbildung in jungem Fachgebiet

Die grundlegende Frage danach, was in unseren Köpfen vorgeht, wenn wir etwas wahrnehmen, uns konzentrieren oder erinnern, kann nicht eine einzelne Disziplin beantworten: In den späten 1970er Jahren wurde klar, dass hier Medizin, Biologie und Psychologie zusammen arbeiten müssen - das Fachgebiet "Kognitive Neurowissenschaften" war geboren. Doch diese integrative Sichtweise von Gehirn und Kognition haben bisher nur wenige Universitäten übernommen, die Ausbildungsangebote für Neurowissenschaftler sind rar. Diese Lücke schließt das "European Diploma in Cognitive Brain Sciences": In vier zweiwöchigen Summer Schools in Delmenhorst und Teneriffa lernen die Teilnehmer binnen zwei Jahren zum einen die Methoden ihres Forschungsgebiets kennen, etwa neuropsychologische Methoden, neuronale Netzwerkmodelle und funktionelle Bildgebung. Zum anderen erforschen sie die grundlegenden menschlichen Fähigkeiten wie Sprache, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und den Zusammenhang Wahrnehmung-Handlung.

Netzwerke bilden

Dieses Wissen um die natürlichen kognitiven Prozesse könnten die Forscher z. B. in Zukunft auf technische Anwendungen übertragen. Nach dem natürlichen Vorbild könnten Computer etwa Röntgenbilder automatisch auswerten. Weitere Ziele des Programms sind unter anderem, ein europaweites Netzwerk aus Experten der Kognitiven Neurowissenschaft aufzubauen und Deutschland als Forschungsstandort für hochqualifizierte Wissenschaftler attraktiv zu machen. Das ECDBS-Programm ermöglicht es außerdem, ein Muster-Lehrprogramm für potenzielle deutsche und europäische Fakultäten für Kognitive Neurowissenschaften zu entwickeln und zu erproben. Für die erste Summer School-Reihe in den Jahren 2000/2001 bewarben sich bereits 60 Interessenten aus 10 Ländern. Die nächste Reihe startet im März 2003.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Irene Daum, Fakultät für Psychologie der Ruhr-Universität Bochum, Raum GAFO 05/616, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-22674, Fax: 0234/32-14622, E-Mail: irene.daum@ruhr-uni-bochum.de, Internet: http://www.nici.kun.nl/EDCBS/index.htm (s.u.)
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