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Bessere Daten, bessere (Berufsbildungs-)Politik?! - Forschung im Spannungsfeld konkurrierender Interessen

04.05.2006 - (idw) Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Jedes Jahr im Herbst vollzieht sich in Deutschland ein fast schon merkwürdig anmutendes Ritual - nämlich dann, wenn die statistischen Ergebnisse zur Entwicklung des Ausbildungsmarktes vorliegen. Was die eine Seite als Beleg für ein zwar knappes, aber noch ausreichendes Lehrstellenangebot interpretiert, ist für die andere Seite Beweis für einen aus den Fugen geratenen Markt, der einem großen Teil von ausbildungsreifen und -willigen Jugendlichen keine Perspektive mehr zu eröffnen vermag. Insbesondere dann, wenn die Versorgungsprobleme auf dem Ausbildungsstellenmarkt wachsen und die Schärfe der Auseinandersetzungen der verschiedenen Interessengruppen über Ursachen, Entwicklung und Ausmaß der Defizite zunimmt, sind Daten und Fakten gefragt, die zu einer Versachlichung der Diskussion beitragen.

Die Veröffentlichung "Forschung im Spannungsfeld konkurrierender Interessen. Die Ausbildungsstatistik und ihr Beitrag für Praxis, Politik und Wissenschaft" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) beschäftigt sich mit den spezifischen Anforderungen und Möglichkeiten anwendungsorientierter Forschung am Beispiel der Ausbildungsmarktforschung und Berufsbildungsstatistik. Dabei stehen Fragestellungen, welchen Beitrag die Forschung für die Politik leisten kann und welche Rolle dabei die Interessen der unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteure spielen, im Mittelpunkt.

Die Publikation soll den Austausch zwischen den einzelnen Akteuren fördern und wissenschaftliche Grundlagen für umsetzungsfähige Lösungen schaffen - denn der Konsens von Bund, Ländern und Sozialpartnern in wichtigen Fragen der Berufsbildung ist ein wesentliches Element für deren zukunftsorientierte Weiterentwicklung. Die Veröffentlichung wendet sich daher sowohl an diejenigen, die unmittelbar in die Erstellung und Analyse der Daten der Ausbildungsstatistik einbezogen sind, als auch an die Adressaten der Ergebnisse.

Chancen und Risiken einer anwendungsorientierten Forschungskonzeption stehen im Mittelpunkt des Beitrags "Bessere Daten - bessere (Bildungs-)Politik?! Die Ausbildungsmarktforschung des BIBB an der Schnittstelle zur Berufsbildungspolitik". Die Autoren erläutern das Verständnis der sozialwissenschaftlichen Ausbildungsmarktforschung des BIBB und beschreiben insbesondere Beispiele der Kooperation mit der staatlichen Berufsbildungspolitik.

Schwerpunkt des Beitrags "Weitreichende Verbesserungen der Berufsbildungsstatistik ab April 2007" sind die Möglichkeiten und Grenzen der Nutzung der amtlichen Statistik für wissenschaftliche Analysen und Politikberatung. Dabei schafft die Umstellung der neuen Berufsbildungsstatistik auf eine Individualstatistik nicht nur die Basis für eine deutliche Verbesserung der Analysepotenziale, sondern ermöglicht aufgrund der Erleichterung des Meldeverfahrens zudem einen erheblichen Bürokratieabbau.

Krekel, Elisabeth M.; Uhly, Alexandra; Ulrich, Joachim Gerd (Hrsg.): "Forschung im Spannungsfeld konkurrierender Interessen. Die Ausbildungsstatistik und ihr Beitrag für Praxis, Politik und Wissenschaft." Forschung Spezial - Heft 11, April 2006.

Der Band umfasst 64 Seiten und ist zum Preis von 12,90 Euro zu beziehen beim

W. Bertelsmann Verlag GmbH & Co. KG
Postfach 10 06 33
33506 Bielefeld
Telefon: (0521) 91101-11
Telefax: (0521) 91101-19
E-Mail: service@wbv.de
Bestell-Nr. 115.011
ISBN-Nr.: 3-7639-1076-X

Ansprechpartner im BIBB:

Dr. Elisabeth M. Krekel, Tel.: 0228 / 107-1109, Fax: 0228 / 107-2955, krekel@bibb.de
Dr. Alexandra Uhly, Tel.: 0228 / 107-1905, Fax: 0228 / 107-2955, uhly@bibb.de
Dr. Joachim Gerd Ulrich, Tel.: 0228 / 107-1122, Fax: 0228 / 107-2955, ulrich@bibb.de

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