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Biedenkopf spricht über Böhm

16.01.2003 - (idw) Technische Universität Chemnitz

Vortrag des ehemaligen sächsischen Ministerpräsidenten über die geistigen Wurzeln und die Modernisierung der Marktwirtschaft.

Am 22. Januar 2003 wird Prof. Dr. Kurt Biedenkopf an der Chemnitzer Universität erwartet. Ab 15.30 Uhr spricht der ehemalige sächsische Ministerpräsident über "Franz Böhm - heute". Der Vortrag, zu dem alle herzlich eingeladen sind, findet im Hörsaal N 114, TU-Hörsaalgebäude, Reichenhainer Str. 70, statt. Der Eintritt ist frei.

Als Student für Jura und Nationalökonomie lernte Kurt Biedenkopf in den Nachkriegsjahren den Jura-Professor Franz Böhm in Frankfurt kennen. Böhms Ideen flossen in das Konzept der Sozialen Marktwirtschaft ein, zudem gilt er als geistiger Vater des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen. Biedenkopfs ordnungspolitisches Denken wurde nach eigenen Angaben entscheidend von Böhm geprägt. In Chemnitz wird der Ex-Ministerpräsident des Freistaates darüber sprechen, wie das heutige Wettbewerbssystem im Geiste von Franz Böhm modernisiert werden könnte.

Zum Hintergrund: Franz Böhm gehört zu den Vordenkern der Sozialen Marktwirtschaft. Er war zudem Mitinitiator des Bundesentschädigungsgesetzes und Wegbereiter der Aussöhnung mit Israel. Geboren am 16. Februar 1895 in Konstanz, studierte, promovierte und habilitierte er auf dem Gebiet der Rechtswissenschaften. Im Jahr 1940 wurde ihm jedoch die Lehrbefugnis entzogen, weil er Kritik an der NS-Politik gegenüber jüdischen Mitbürgern übte. In den Nachkriegsjahren arbeitete er als Professor in Freiburg und Frankfurt, war später hessischer Minister und langjähriges Mitglied des Bundestages. Den freien Wettbewerb in der Marktwirtschaft bezeichnete er als das "genialste Entmachtungsinstrument der Geschichte". Franz Böhm starb am 26. September 1977.

Weitere Informationen gibt Prof. Dr. Helmut Woll, Professor für Wirtschaftspädagogik der TU Chemnitz, unter Telefon (03 71) 531 39 06 oder per E-Mail helmut.woll@phil.tu-chemnitz.de .
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