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UKE-Forschung: Eiweßmolekül steuert Wachstum und Regeneration von Blutgefäßen

11.05.2006 - (idw) Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Am Institut für Klinische Chemie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben Dr. Andrea Horst und Prof. Dr. Christoph Wagener in Zusammenarbeit mit Dr. Wulf D. Ito (Kardiologie, Universitätsklinikum Lübeck) die Wirkung eines Eiweißmoleküls auf die Blutgefäßbildung in verschiedenen Mausmodellen untersucht. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden in der Juniausgabe der renommierten Fachzeitschrift "Journal of Clinical Investigation" publiziert.

Die Wissenschaftler untersuchten Mausstämme, in denen das als CEACAM1 bezeichnete Eiweißmolekül nicht vorhanden war oder in den Blutgefäßen verstärkt gebildet wurde. Es zeigte sich, dass CEACAM1 nicht nur im Reagenzglas, sondern auch im lebenden Organismus das Wachstum und die Stabilisierung neuer Blutgefäße fördert. Die Versorgung von Geweben mit Sauerstoff und Nährstoffen aus dem Blutstrom ist entscheidend für das Ausheilen von Verletzungen, zum Beispiel nach Herzinfarkt. Beim Wachstum bösartiger Tumoren kann die Ausbildung neuer Blutgefäße allerdings auch unerwünscht sein, denn ohne die Versorgung durch Blutgefäße könnte der Tumor nicht überleben.

Auf der Basis ihrer Ergebnisse wollen Dr. Horst und Professor Wagener neue Therapiemodelle entwickeln, die nach Herzinfarkten die Geweberegeneration fördern oder aber durch Ausschaltung der Blutversorgung das Wachstum bösartiger Tumoren hemmen.

Informationen: Prof. Dr. Christoph Wagener, Tel.: 040/42803-2981

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