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Ärzte-Kongress in Bonn über Pränatal- und Geburtsmedizin

12.05.2006 - (idw) Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Vom 18. bis 20. Mai findet in der Beethovenhalle Bonn der 12. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pränatal- und Geburtsmedizin statt. Experten diskutieren über Themen wie infektiöse Ursachen einer Frühgeburt, Fetalchirurgie sowie die Geburtsmedizin in Deutschland und in der dritten Welt. Gleichzeitig treffen sich auch die Mitglieder der Sektion Gynäkologie und Geburtshilfe der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin. Die Eröffnungsfeier findet am Freitag, 19. Mai, von 10 bis 11 Uhr statt. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und die Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn Bärbel Dieckmann sprechen Grußworte. Zudem wird Professor Dr. Manfred Hansmann geehrt, der als Erster in Deutschland die pränatale Medizin vorantrieb. Vorzeitige Wehen und Blasensprung können vielerlei Ursachen haben. Aber es gibt Hinweise, dass Frühgeburten vor der 32. Schwangerschaftswoche überwiegend auf Infektionen der Mutter und teilweise auch des Feten beruhen. Entzündungsreaktionen können beim Ungeborenen zu irreversiblen Organschädigungen führen, insbesondere des Gehirns und der Lungen. Auch die Funktionen von Herz, Knochenmark und Nebennieren des Kindes können tiefgreifend gestört werden.

Fortschritte der minimal-invasiven Chirurgie eröffnen neue Möglichkeiten zur Behandlung eines Ungeborenen im Mutterleib. So können unter anderem bei Zwerchfellhernien, Harnwegsobstruktionen oder einer Verengung von Herzklappen der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst und die Sterblichkeitsrate der betroffenen Kinder reduziert werden.

Auf dem Kongress diskutieren Ärzte über Probleme bei der Geburtshilfe in der dritten Welt sowie die Möglichkeiten, dort die Sterberate und Krankheitswahrscheinlichkeit bei Müttern und Kindern zu senken. "In Deutschland gibt es durch die Zentralisierung der pränatalen Medizin, die Überwachung von Hochrisikoschwangerschaften sowie von früh- und frühstgeborenen Kindern in Perinatalzentren eine hohe Sicherheit", sagt Professor Dr. Ulrich Gembruch, Direktor der Bonner Universitätsklinik für Geburtshilfe und Pränatale Medizin.

Hinweis für die Medien:
Medienvertreter sind zu einem Pressegespräch am Donnerstag, 18. Mai, um 12 Uhr in der Beethovenhalle eingeladen. Auch sonst besteht für Medienvertreter die Möglichkeit, an den Kongress-Veranstaltungen teilzunehmen.

Kontakt für die Medien:
Professor Dr. Ulrich Gembruch
Direktor der Klinik für Geburtshilfe und Pränatale Medizin
Zentrum für Geburtshilfe und Frauenheilkunde am Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/287-5942
E-Mail: ulrich.gembruch@ukb.uni-bonn

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