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Workshop in Göttingen: Neue Ansätze für die historische Erforschung des Waldes

16.05.2006 - (idw) Georg-August-Universität Göttingen

Mit Themenfeldern und Forschungsmethoden einer Umweltgeschichte des Waldes befasst sich ein fächerübergreifender Workshop, der am 18. und 19. Mai 2006 an der Georg-August-Universität stattfindet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Frage nach neuen Ansätzen für die historische Erforschung des Waldes und seiner Nutzung und Wahrnehmung durch den Menschen. Acht Referenten aus Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz werden dazu ihre Forschungsarbeiten vorstellen. Dabei wird es unter anderem um die Holzversorgung der Städte im Mittelalter und die ökologischen Folgen der Waldwirtschaft im 19. und 20. Jahrhundert gehen. Zu dem Workshop lädt das Göttinger Graduiertenkolleg "Interdisziplinäre Umweltgeschichte. Naturale Umwelt und gesellschaftliches Handeln in Mitteleuropa" ein. Pressemitteilung
Göttingen, 16. Mai 2006 / Nr. 151/2006

Workshop in Göttingen: Neue Ansätze für die historische Erforschung des Waldes
Graduiertenkolleg "Interdisziplinäre Umweltgeschichte" lädt zu zweitägiger Veranstaltung ein

(pug) Mit Themenfeldern und Forschungsmethoden einer Umweltgeschichte des Waldes befasst sich ein fächerübergreifender Workshop, der am 18. und 19. Mai 2006 an der Georg-August-Universität stattfindet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Frage nach neuen Ansätzen für die historische Erforschung des Waldes und seiner Nutzung und Wahrnehmung durch den Menschen. Acht Referenten aus Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz werden dazu ihre Forschungsarbeiten vorstellen. Dabei wird es unter anderem um die Holzversorgung der Städte im Mittelalter und die ökologischen Folgen der Waldwirtschaft im 19. und 20. Jahrhundert gehen. Zu dem Workshop lädt das Göttinger Graduiertenkolleg "Interdisziplinäre Umweltgeschichte. Naturale Umwelt und gesellschaftliches Handeln in Mitteleuropa" ein.

"Vor der flächendeckenden Versorgung mit Kohle und Erdöl stellte der Wald die zentrale Ressource für die Energieversorgung des Menschen dar. Daneben lieferte er Baumaterial und Grundstoffe für verschiedene Gewerbe und diente als Nahrungs- und Nährstoffquelle. Vom 19. Jahrhundert an verloren diese Funktionen an Bedeutung. Die Wälder wandelten sich zum Erholungsraum für Stadt- und Landbewohner. Ein neuerlicher Bedeutungswandel scheint sich anzudeuten, seitdem sich der Energieträger Erdöl zunehmend als krisenanfällig erweist", betont Richard Hölzl. Als Stipendiat des Kollegs bearbeitet er das Thema "Der Wald im Konflikt" und untersucht dabei aus der Perspektive der historischen Kriminalitätsforschung und der Umweltgeschichte das Massendelikt Forstfrevel. Im Göttinger Graduiertenkolleg befassen sich auch Cai-Olaf Wilgeroth und Isabelle Knap mit der Geschichte des Waldes. Sie untersuchen die städtische Brennholzversorgung seit dem Mittelalter sowie die Formierung einer wissenschaftsbasierten Forstwirtschaft. Im Rahmen des Workshops werden die Referenten unter anderem auch über die Entstehung einer Wissenschaft des Waldes im 18. Jahrhundert berichten und die Bedeutung der Wälder für die europäische Kolonialwirtschaft am Beispiel Javas diskutieren.

Informationen im Internet können unter der Adresse http://www.anthro.uni-goettingen.de/gk abgerufen werden.

Kontaktadresse:
Richard Hölzl, Georg-August-Universität Göttingen
Graduiertenkolleg "Interdisziplinäre Umweltgeschichte.
Naturale Umwelt und gesellschaftliches Handeln in Mitteleuropa"
Bürgerstraße 50, 37073 Göttingen, Telefon (0551) 39-2389, Fax (0551) 39-3645
e-mail: rhoelzl@gwdg.de, Internet: http://www.anthro.uni-goettingen.de/gk

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