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Elf Freunde sollt Ihr sein!?

22.05.2006 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Bundesweite Tagung der Sportpsychologen in Münster Fußballspiele werden im Kopf entschieden, das ist hinlänglich bekannt. Auch aus diesem Grunde ist die Sportpsychologie in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Vereins- sowie Nationalmannschaften beschäftigen Psychologen und Motivationstrainer, und auch die auf den Fußball bezogene psychologische Forschung wird immer umfangreicher. Eine Bilanz der sportpsychologischen Forschungsergebnisse zum Fußball wird auf der Tagung "Elf Freunde sollt ihr sein!?" vom Donnerstag, den 25. Mai, bis Samstag, den 27. Mai 2006, in Münster gezogen. Die Tagung wird gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie (asp) und dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) veranstaltet. Sie wird vom Arbeitsbereich Sportpsychologie der Fachrichtung Sportwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität ausgerichtet und bildet den vorläufigen Schlusspunkt der Aktivitäten der Fachrichtung Sportwissenschaft an der WWU, das die Fußballweltmeisterschaft im eigenen Lande mit Forschungsprojekten, Büchern, Zeitschriften, Konferenzen sowie einer öffentlichen Vortragsreihe wissenschaftlich begleitet hat. Das Organisationsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Bernd Strauß und Barbara Halberschmidt rechnet mit einer Beteiligung von rund 250 Teilnehmern.

Das wissenschaftliche Programm besteht aus drei Hauptvorträgen, 100 Vorträgen in Arbeitskreisen, acht Postersessions und einer Podiumsdiskussion. Die drei Hauptvortragenden sind international renommierte Vertreter der Sportpsychologie, die in ihren Hauptvorträgen zentrale Problemfelder thematisieren. Prof. Dr. Albert Carron von der Western Ontario Universität, USA, wird über den Zusammenhalt einer Mannschaft und der Beitrag dieses Zusammenhaltes zum Sieg sprechen. Prof. Dr. Sian Beilock von der Universität Chicago wird zu Versagen unter Druck beziehungsweise in Drucksituationen referieren. Prof. Dr. Thomas Bliesener von der Universität in Kiel spricht über Hooliganismus in Deutschland und wird Akteure, Entwicklungen und Interventionen vorstellen.

Ergänzt werden die Hauptvorträge durch rund 150 Beiträge. Auch hier steht der Fußball im Vordergrund, der anhand der unterschiedlichsten sportpsychologischen Theorien, Methoden und Erklärungsansätze behandelt wird. So untersuchen Bernd Strauß und Katrin Menski die Identifikation mit der deutschen Nationalmannschaft während der WM 2002 und der EM 2004. Andreas Lau fragt, ob Fußballspieler wirklich wie Freunde zusammenhalten. Dieter Teipel, Reinhild Kemper und Sebastian Heß thematisieren die Motivation von Schiedsrichtern im Fußball. Ralf Kuckuck beschreibt den Fußballsport der Menschen mit Behinderungen. Stefan Valkanover behandelt aggressives Verhalten von Jugendlichen. Henning Plessner, Verena Freiberger, Anne Kurle und Kerstin Ochs befassen sich mit der Genauigkeit von Expertenvorhersagen für den FIFA Confederations Cup 2005. Selbstverständlich lassen sich viele Aspekte nicht nur auf den Fußball beziehen, sondern auch auf andere Sportarten im Bereich des Leistungs-, Freizeit-, Gesundheits- und Breitensports.

Das wissenschaftliche Programm, das sich insbesondere an das Fachpublikum richtet, wird ergänzt durch eine Podiumsdiskussion im Overbergkolleg am Freitag, 25. Mai, um 13.30 Uhr in der Fliednerstrasse 23, zu der auch die interessierte Öffentlichkeit eingeladen ist. Hier soll insbesondere der Aspekt der Freundschaft und Zusammengehörigkeit im Fußball diskutiert werden. Welche Rolle spielte diese Form der sozialen Bindung in der Vergangenheit des Fußballs und wie wirken sich Kommerzialisierung und Medialisierung aus? Welche Bedeutung hat Zusammengehörigkeit in anderen sozialen Feldern wie zum Beispiel der Politik oder den Medien?

Unter der Leitung von Prof. Dr. Dieter Jütting vom Institut für Sportkultur und Weiterbildung werden Vertreter unterschiedlicher gesellschaftlicher Bereiche über diese Fragen diskutieren: Prof. Dr. Bernd Blöbaum vom Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster, der Direktor des Bundesinstituts für Sportwissenschaft, Jürgen Fischer, der Journalist Jürgen Leinemann vom SPIEGEL, Jürgen Rollmann vom Bundesministerium des Innern, Erich Rutemöller vom DFB und der Veranstalter der Tagung, Prof. Dr. Bernd Strauß vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Münster.

Weitere Informationen: http://www.asp2006.de Tagungsprogramm
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