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Wie stabil sind die Selbstreinigungskräfte der Erdatmosphäre?

20.01.2003 - (idw) Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Max-Planck-Forscher weisen darauf hin, dass die scheinbar konstante Reinigungsfähigkeit der Atmosphäre regional sehr unterschiedlich ist

Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz sowie der Universitäten Utrecht/Niederlande und East Anglia/ Großbritannien berichten in der Fachzeitschrift Nature über den globalen Trend des Hydroxyl-Radikals (OH), das als "Reinigungsmittel" für die Atmosphäre betrachtet wird. Die Analyse beruht auf indirekten Schätzungen unter Verwendung von Methylchloroform, einem industriellen Lösungsmittel, als Tracergas. Die Ergebnisse zeigen, dass die globalen OH-Veränderungen viel geringer sein müssen als bisher angenommen (Nature, 9. Januar 2003). Dieser Befund steht im Widerspruch zu Behauptungen, die OH-Konzentrationen und damit die Selbstreinigungsfähigkeit der Atmosphäre habe in den letzten zehn Jahren stark abgenommen. Gleichzeitig stellten die Forscher jedoch fest, dass eine große globale Umverteilung von OH-Radikalen stattfindet, wobei insbesondere die Reinigungsfähigkeit der Atmosphäre über den Ozeanen vermindert wird (Journal of Geophysical Research 107, 10.1029/2002JD002272, 2003).
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