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Welt der Bilder, Welt der Illusion?

20.01.2003 - (idw) Humboldt-Universität zu Berlin

DFG-Projekt zu immersiver Kunst veröffentlicht jüngste Forschungsergebnisse

Immersive Bilder waren ein von der Wissenschaft bislang nicht beachtetes Phänomen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert seit 2002 das von Dr. Oliver Grau geleitete Forschungsprojekt 'Immersive Kunst' am Kunstgeschichtlichen Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin. Aktuelle Forschungsergebnisse sind jetzt unter dem Titel 'Virtual Art: from Illusion to Immersion' mit Förderung durch Die Junge Akademie und das Goethe Institut Internationes bei MIT-Press erschienen:
OLIVER GRAU: VIRTUAL ART: From Illusion to Immersion, Cambridge/Mass.: M.I.T. Press, Januar 2003, ISBN 0-262-07241-6, 360 S., 89 Abb.

INHALT: "Virtuelle Kunst" ist die erste historisch angelegte Analyse immersiver Bilder. Es handelt sich um Bildwelten, die den Betrachter zu 360° in einen abgeschlossenen künstlichen Bildraum versetzen und das Gefühl suggerieren, am Bildort anwesend zu sein. Ihre Geschichte reicht von pompeijanischer Wandmalerei über Illusionsräume der frühen Neuzeit, Panoramen, 3D- und IMAX-Kinos bis zu vieldiskutierten Vertretern der virtuellen Computerkunst. Die Forschung demonstriert, wie die Virtuelle Kunst sich in die Kunstgeschichte von Illusion und Immersion einfügt und wie immer wieder verschiedene Epochen ihre bildtechnischen Möglichkeiten ausschöpften, um ein Maximum an Illusion zu erzeugen. Vor diesem Hintergrund zeigt der Autor was an der Virtuellen Kunst und ihren Untergattungen, der Telematischen, der Interaktiven und Genetischen Kunst wirklich neu ist. Oliver Grau erzählt Kunstgeschichte als Mediengeschichte und erklärt damit das Phänomen der Immersion jenseits des vertreiteten Hype.

Die bildwissenschaftliche Analyse fußt auf dem Werk von wichtigen Medienkünstlern der Gegenwart. Damit bietet die Veröffentlichung nicht nur einen historischen Zugang, sondern auch theoretisches Rüstzeug, um die Phänomenologie, Funktion und Strategie der Virtuellen Kunst in Geschichte und jüngster Gegenwart zu analysieren.

"Equally at home in art history, media history, and new media art, Grau situates immersive image spaces of new media within a rich historical landscape. A must-read for anyone interested in new media, visual culture, art history, cinema, and all other fields that use virtual images." (Lev Manovich, author of The Language of New Media)

Oliver Grau lehrt und forscht am Kunstgeschichtlichen Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin, wo er auch das DFG-Projekt "Immersive Kunst" leitet. Zur Zeit Gastprofessor an der Kunstuniversität Linz, arbeitet er seit 2000 mit seinen Mitarbeitern auch an der Entwicklung einer durch das BMBF geförderten internetgestützten Bilddatenbank der Virtuellen Kunst. 2001 wurde er in Die Junge Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt.

Nähere Informationen: Dr. Oliver Grau, Tel.: (030) 2093-21 54, Fax: (030) 2093-27 80 und im Internet unter http://www.arthistory.hu-berlin.de/arthistd/mitarbli/og/og.html
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