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Prof. Hüttl übernimmt wichtiges Amt im Wissenschaftsrat

20.01.2003 - (idw) Brandenburgische Technische Universität Cottbus

BTU-Forscher zum Vorsitzenden der Wissenschaftlichen Kommission gewählt


Prof. Reinhard Hüttl Prof. Dr. Reinhard Hüttl, Inhaber des Lehrstuhls für Bodenschutz und Rekultivierung an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU), hat eine wichtige Aufgabe im Wissenschaftsrat (WR) übernommen. Bei seiner jüngsten Sitzung Ende vergangener Woche in Berlin wählte das Gremium Prof. Hüttl zum Vorsitzenden der Wissenschaftlichen Kommission. Prof. Hüttl gehört dem WR seit 2000 an. Seit 2001 war er stellvertretender Vorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission.
Der WR ist das wichtigste wissenschaftspolitische Gremium Deutschlands. Er berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder und hat die Aufgabe, Empfehlungen zur Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft, der Forschung sowie des Hochschulbaus zu erarbeiten. Er setzt sich zum einen aus der Verwaltungskommission mit den Wissenschaftsministern der 16 Länder sowie Vertretern des Bundes und zum anderen aus der Wissenschaftlichen Kommission zusammen, die beide in der Vollversammlung zusammentreten und Beschlüsse fassen. Die 32 Mitglieder der Wissenschaftlichen Kommission, der Prof. Hüttl vorsitzt, werden auf gemeinsamen Vorschlag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (MPG), der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) vom Bundespräsidenten berufen. Der Wissenschaftlichen Kommission gehören neben 24 Wissenschaftlern auch acht anerkannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens an. Sie sind weder Interessenvertreter eines Faches noch einer bestimmten Institution oder Organisation. Voraussetzung für ihre Berufung ist, dass sie wissenschaftliche Exzellenz mit wissenschaftspolitischer Kompetenz und Erfahrung verbinden.

Prof. Hüttl wurde im Jahre 1993 an die BTU Cottbus berufen und leitet seit dieser Zeit den Lehrstuhl für Bodenschutz und Rekultivierung, der in der vergangenen Woche sein zehnjähriges Bestehen feierte. Mehr als 7 Jahre war Professor Hüttl als Prorektor bzw. Vizepräsident maßgeblich am Aufbau der BTU Cottbus beteiligt. Der gebürtige Regensburger (Jahrgang 1957) war nach erfolgter Promotion Leiter des internationalen Forstreferates der Kali und Salz AG und habilitierte während dieser Zeit an der Forstlichen Fakultät der Universität Freiburg. Im Anschluss daran übernahm er die Nachfolge für die Professur Vegetationsökologie am Institut für Botanik der Universität von Hawaii. Im Jahre 1992 wurde er mit der Leitung des Institutes für Wald- und Forstökologie am Zentrum für Agrar- und Landnutzungsforschung ZALF e.V. in Eberswalde beauftragt, die er bis Ende 1995 ausübte. Er gehört seit 1995 der Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften als ordentliches Mitglied an und leitet dort seit 1997 die Technikwissenschaftliche Klasse. Von 1996 - 2000 war er als einer der sieben "Umweltweisen" Mitglied im Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung und gehörte in diesem Kontext 1997 der deutschen Delegation im Environmental Futures Forum der G7-Staaten an. Im Jahre 2000 wurde er vom Bundespräsidenten in den Deutschen Wissenschaftsrat berufen. Prof. Hüttl gilt in seinem Fachgebiet als weltweit anerkannter Experte. Beispielsweise konnte durch seine Initiative Anfang 2001 der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Sonderforschungsbereich "Gestörte Landschaften" an der BTU Cottbus eingerichtet werden. Dieser SFB ist das erste und nach wie vor einzige Großforschungsvorhaben dieser Art an einer Hochschule in Brandenburg.

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