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"Ein ideales Umfeld"

09.06.2006 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Prof. Dr. Jürgen Popp bleibt in Jena Jena (09.06.06) Den Ruf auf eine W3-Professur für Physikalische Chemie an der Universität Würzburg hat der Physikochemiker Jürgen Popp abgelehnt. Der 40-jährige war als Nachfolger seines Doktorvaters und langjährigen Mentors Prof. Dr. Wolfgang Kiefer berufen worden. Er entschied sich jedoch dafür, in Jena zu bleiben, weil ihm die Saalestadt mit ihrem speziellen wissenschaftlichen Umfeld ideale Bedingungen biete. "Das Zusammenspiel von Universität und dem Forschungscampus Beutenberg ermöglicht in einem in Deutschland einmaligem Maße erfolgreiche Forschung", betont Popp, der als Inhaber eines Lehrstuhls für Physikalische Chemie an der Universität Jena und Bereichsleiter am Institut für Physikalische Hochtechnologie (IPHT) dieses Zusammenspiel sozusagen selbst verkörpert.

Popp schätzt dabei besonders die im doppelten Sinne kurzen Wege in Jena. "Zum einen ermöglicht die räumliche Nähe der einzelnen Institute zueinander, persönliche Kontakte zwischen den Wissenschaftlern zu pflegen und so Projekte schnell und unkompliziert anzuschieben." Zum anderen freut sich der vierfache Vater darüber, dass seine Familie im grünen Jenaer Umland wohnen kann und die Wege zu Schulen und Arbeitsstätte dennoch nicht weit sind.

Der gebürtige Franke studierte Chemie an den Universitäten in Erlangen und Würzburg, wo er 1995 in der Arbeitsgruppe Kiefer mit Auszeichnung promovierte. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Yale Universität in den USA erhielt Popp den Bayerischen Habilitationsförderpreis und habilitierte 2000 in Würzburg im Fach Physikalische Chemie. 2002 erhielt er im Alter von nur 35 Jahren den Ruf auf den Jenaer Lehrstuhl. Hier ist er Direktor des Institutes für Physikalische Chemie und seit 2005 auch Prodekan der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultät der Universität Jena.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der Material- und Bio-Photonik. Dabei stehen die Ableitung von Struktur-Eigenschafts- bzw. Struktur-Dynamik-Beziehungen biologischer und mineralischer Systeme sowie Struktur-analytische Fragestellungen im Mittelpunkt des Interesses. Besonders wichtig ist Popp dabei, wissenschaftliche Probleme interdisziplinär anzugehen. Zu seinem Team gehören deshalb neben Chemikern auch Physiker, Biologen, Biotechnologen, Medizintechniker und Ingenieure.

Kontakt:
Prof. Dr. Jürgen Popp
Institut für Physikalische Chemie der Universität Jena
Tel.: 03641 / 948310
Fax: 03641 / 948302
E-Mail: juergen.popp@uni-jena.de
Weitere Informationen: http://www.ipc.uni-jena.de
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