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"Aktiv werden - Zivilgesellschaft stärken"

09.06.2006 - (idw) Universität Erfurt

Erfurter Studierende nahmen an internationalen Kongress in Berlin teil Ende Mai nahmen vier ausländische Studierende der Fachhochschule und der Universität Erfurt, zwei Paten und die Leiterin des Projektes "Fremde werden Freunde" an den Veranstaltungen zum Tag des Grundgesetzes in Berlin teil. Das Motto, der von Bündnis für Demokratie und Toleranz organisierten Veranstaltung, lautete "Aktiv werden - Zivilgesellschaft stärken".

Rund 400 Teilnehmer aus verschiedenen Ländern versammelten sich im Kuppelsaal des Berliner Kongress Centers am Alexanderplatz, um die Wichtigkeit der Integration der Ausländer in Deutschland, der Prävention und der Aufklärung zu verdeutlichen. In kleineren Gruppen zeigten die engagierten Teilnehmer mit einer Vielzahl von selbst entwickelten Werbeslogans Rassismus, Antisemitismus und Feindseeligkeit die rote Karte. Themen wie Menschenrechte, Gleichbehandlung, Rassismus, Diskriminierung, Rechtsextremismus, Linksextremismus und Islamismus standen im Vordergrund der einzelnen parallel verlaufenden Diskussionen und Workshops. Näheres zum Thema Judentum konnten die Studierenden beim Besuch der jüdischen Synagoge erfahren. Die stereotypischen negativen Bilder über den Islam, die in den westlichen Ländern stark verbreitet sind, diskutierte eine Gruppe direkt in einer Berliner Moschee. "Der Fokus unserer Gespräche lag dabei in der Unterscheidung zwischen der Mehrzahl der friedlichen Muslime und der gewalttätigen Fundamentalisten, die im Namen des Islams Terror ausüben. Vieles, was politischer Natur ist, wird in den westlichen Ländern schnell in Verbindung mit dem Islam gebracht", so Mária Husárová, aus der Slowakei stammende Studentin der Kommunikationswissenschaft an der Universität Erfurt.

Das Begegnungsforum zu den Tagen des Grundgesetzes zeichnete sich durch ein abwechslungsreiches Programm aus. Dazu gehörte auch ein Filmabend, an dem Filme wie "West Bank Story" und "Matchmaker" gezeigt wurden. Zum Höhepunkt des Abends gehörte das Gespräch mit dem Regisseur Ari Sandel aus Los Angeles.
Die Festveranstaltung zum Tag des Grundgesetzes begann mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, an dem Vertreter des Christentums, des Judentums und der Muslime in Deutschland teilnahmen. Im Anschluss wurde im Abgeordnetenhaus der Preis des Bündnisses "Botschafter der Toleranz" durch Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble verliehen.
Das Thema brachte die ausländischen Studierenden und Paten aus Erfurt mit Vertretern der Politik, einzelner Religionen und vielen interessanten Menschen zusammen. Die Reise wurde gefördert vom Bündnis für Demokratie und Toleranz und von der Stadtverwaltung Erfurt.

Weitere Informationen/Kontakt:
Petra Eweleit; Tel: 0361/ 6700-487; Fax: 0361/ 6700-703

Foto: Vorne: Mária Husárová (Slowakei), Studentin an der Universität, Katja Kern (Patin), Petra Eweleit (Projektleiterin)
hinten: Yudha Kuntjoro (Indonesien), Student an der FH, , Zenabdine Salah (Tschad), Student an der FH, Doris Winter (Patin),
Hasanin Bokhari (Pakistan), Student an der Erfurt School of Public Policy (v.l.n.r.)

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