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134.700 Euro vom Saarland fürs Kompetenzzentrum Molekulare Medizin (KoMM)

13.06.2006 - (idw) Universität des Saarlandes

Gemeinsame Presse-Information des Ministeriums für Bildung, Kulter und Wissenschaft des Saarlandes und der Universität des Saarlandes Kompetenzzentrum Molekulare Medizin (KoMM) nimmt seine Arbeit auf:

134.700 Euro Anschubfinanzierung im Rahmen des Lan-desforschungsförderungsprogrammes

"Das Kompetenzzentrum Molekulare Medizin soll eine weithin sichtbare Schnittstelle der biomedizinischen Forschung der Universität mit dem Uni-Klinikum und der Wirtschaft werden. Dieser Leuchtturm der Medizinischen Fakultät ist in jeder Hinsicht unterstützungswürdig", betont Dr. Wolfgang Bach, Abteilungsleiter im Saarländischen Wissenschaftsministerium.

Die nächsten zwei Jahre steht KoMM unter der Leitung von Professor Dr. Richard Zimmermann (Medizinische Biochemie und Molekularbiologie, stellvertr. Leiter des Graduiertenkollegs mit der TU Kaiserslautern "Molekulare, physiologische und pharmakologische Analyse von zellulärem Membrantransport" und Professor Dr. Stefan Zeuzem (Direktor der Klinik für Innere Medizin II am UKS und Leiter der Klinischen Forschergruppe zu Hepatitis C).

Ziel des Landesforschungsförderungsprogramm (LFFP) des Saarlandes ist es, dass die Forschungsergebnisse aus den Hochschulen und den außeruniversitären Forschungseinrichtungen intensiver genutzt werden und der Technologietransfer in die Wirtschaft gestärkt wird, um damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen und Forschungseinrichtungen voran zu bringen.

Im Rahmen des LFFP gewährt das Land nun dem Kompetenzzentrum Molekulare Medizin der Universität des Saarlandes eine Anschubfinanzierung in Höhe von 134.700 Euro.

In einem von drei Schwerpunktbereichen der Universität des Saarlandes, den Nano- und Biowissenschaften, beschloss das Präsidium Ende 2004 die Einrichtung des Kompetenzzentrums Molekulare Medizin (KoMM).

Unter dem Dach von KoMM befassen sich hochkarätige Forscherteams mit molekularen Mechanismen in Zellen, die grundlegende Funktionen unseres Körpers steuern. Durch das Verständnis der Vorgänge in Zellen wird unter anderem der Zugang zur Behandlung von Stoffwechselstörungen und verschiedenen Arten von Krebs gelegt. "Die molekularbiologischen Methoden der Zellforschung können beispielsweise zur Weiterentwicklung der Gen- und Immuntherapie eingesetzt werden", erläutert Professor Dr. Mathias Montenarh, Dekan der Medizinischen Fakultät der UdS.

KoMM fasst fünf von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Verbundprojekte zusammen: Der weit über die Region ausstrahlende Sonderforschungsbereich 530 unter Leitung von Professor Dr. Veit Flockerzi ist dem Spezialgebiet der "Räumlich-zeitlichen Interaktion zellulärer Signalmoleküle" gewidmet. Das Interesse reicht dabei von der Betrachtung einzelner Gene für die Entstehung von Erinnerungen und Gedächtnisinhalten über die Erforschung neuer Gene zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen bis hin zu neuen Ansätzen in der Therapie von Diabetes.

In drei internationalen Graduiertenkollegs werden exzellente Nachwuchsforscher in der Biomedizin ausgebildet: "Zelluläre Regulation und Wachstum", Zellulärer Membrantransport" und "Kalzium-Signale und zelluläre Nanodomänen". Die Kollegs werden von Professor Dr. Mathias Montenarh, Professor Dr. Richard Zimmermann und Professor Dr. Dieter Bruns be-treut. Über das gemeinsame Graduiertenkolleg mit der TU Kaiserslautern ist KoMM zudem überregional ins benachbarte Bundsland vernetzt.

Innerhalb der Klinischen Forschergruppe unter Leitung von Professor Dr. Stefan Zeuzem versuchen die Molekularbiologen zusammen mit Saarbrücker Wissenschaftlern, mit Hilfe ausgeklügelter biomathematischer und molekularbiologischer Modelle neue Therapien gegen das Hepatitis-C und HIV-Virus zu entwickeln.

Diese fünf Verbundprojekte bilden die extern evaluierten Kernstücke von KoMM und unterstreichen die Kompetenz der Universität des Saarlandes auf dem Gebiet der molekularen Medizin. Die am Menschen orientierte Spitzenforschung innerhalb von KoMM wird in enger Kooperation mit Experten der Pharmazie und Bioinformatik vorangetrieben. Ziel ist es, das erarbeitete Wissen in die Entwicklung neuer Technologien und Therapien einfließen zu lassen. Oberstes Anliegen von KoMM ist daher die Bündelung aller biomedizinischen und mo-lekularen Kompetenzen der Universität und der Transfer von Technologien und anwendungsreifen Forschungsergebnissen in die Pharmaindustrie und in ausgegründete Firmen.

"Das Saarland setzt ein wichtiges Signal, dass wir mit unserem Kompetenzzentrum Molekulare Medizin den richtigen Weg eingeschlagen haben", sagt Dekan Professor Dr. Mathias Montenarh. "Für KoMM haben wir einen Maßnahmenkatalog erarbeitet, dessen Umsetzung nun Dank der Anschubfinanzierung des Landes beginnen kann."

Die wichtigsten Maßnahmen sind:

- Stärkung der Forschung im Überlappungsbereich von biomedizinischen Grundlagen, klinischer Medizin und angewandter technischer Entwicklung durch Wissens- und Technologietransfer in Klinikum und Fakultät,
- Transfer von Technologie und anwendungsreifen Forschungsergebnissen in die Industrie bzw. in vom Zentrum ausgegründete Firmen mit dem Ziel der Schaffung neuer Arbeitsplätze in der Region,
- Außendarstellung zur Verankerung der biomedizinischen Wissenschaft in der Bevölkerung,
- Anwerbung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses mit dem Ziel der Aus- und Weiterbildung von Absolventen mit exzellenten Arbeitsplatzchancen,
- weitere Bündelung der vorhandenen Ressourcen mit dem Ziel der Etablierung weiterer Forschungsverbundprojekte,
- Klinische Prüfungen und Kooperation mit forschenden pharmazeutischen Unterneh-men,
- mitelfristige Umwandlung von KoMM in eine GmbH mit Beteiligung von Universität und Klinikum.

Kontakt für Journalisten:

Sie haben Rückfragen? Wenden Sie sich bitte an Professor Dr. Richard Zimmermann,

Medizinische Biochemie und Molekularbiologie der Universität des Saarlandes,
66421 Homburg, Tel. (06841) 16-26510, Fax (06841) 16-26288,
E-Mail: bcrzim@med-rz.uni-saarland.de

Gerne begrüßen wir Sie zu einem Pressegespräch an der Medizinischen Fakultät der UdS in Homburg - vereinbaren Sie bei Interesse einen Termin mit Frau Rosinus, Dekanat:
Tel. (06841) 16-26000 oder mit Frau Ruffing, Pressestelle UKS, Tel. (06841) 16-23162, E-Mail: marion.ruffing@uniklinikum-saarland.de

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