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Universität Bielefeld setzt auf Familienfreundlichkeit als Standortvorteil

14.06.2006 - (idw) Universität Bielefeld

Die Universität Bielefeld hat heute in Berlin das Zertifikat "Familiengerechte Hochschule" der Hertie-Stiftung erhalten. Am 1. August startet zudem ein neues Betreuungsangebot für Kinder von Universitäts-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter.

"Wer die besten Wissenschaftler und Mitarbeiter gewinnen möchte, der muss auch ihre Familien integrieren", betont Professor Dr. Dieter Timmermann, Rektor der Universität Bielefeld. "Familienfreundliche Arbeitsplätze, zum Beispiel mit Betreuungsangeboten für Kinder und flexiblen Arbeitszeiten, oder eine Personalentwicklung, die auch Auszeiten für die Familie berücksichtigt, können entscheidende Standortvorteile sein."

"Familiengerechte Hochschule"

Viele deutsche Akademikerinnen und Akademiker bekommen keine Kinder. Der Hauptgrund: Familie und Beruf lassen sich häufig nur schlecht vereinbaren.

Die Universität Bielefeld setzt konsequent auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und hat dies heute von der Hertie-Stiftung zertifiziert bekommen. Unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyen und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos wurde sie zusammen mit anderen Unternehmen, Institutionen und Hochschulen für ihr vorbildliches Engagement zur Förderung einer familienbewussten Arbeitswelt ausgezeichnet. Die Bielefelder Universität hat in den letzten Monaten unter anderem mit der Durchführung des "audit der berufundfamilie gGmbH" - einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung - ihr familienpolitisches Engagement unter Beweis gestellt. Die beiden Bundesminister haben die Zertifikate heute im "learning center - esmt campus" in Berlin verliehen.

Ziel des "Audits Familiengerechte Hochschule" ist es, Leitbilder und konkrete Arbeitsstrukturen zu entwickeln und in das alltägliche Leben der Hochschulen zu implementieren: Studium, Lehre, Forschung, Dienstleistungen und Verwaltung sollen nach ihren jeweiligen Ansprüchen und Standards funktionieren, aber zugleich mit familiären Anforderungen in Einklang gebracht werden können.

Diese Leitbilder und konkreten Arbeitsstrukturen wurden im Februar und im März in zwei Workshops von einer gemeinsamen Arbeitsgruppe der Universität und der Hertie-Stiftung erarbeitet. Die Auditierung sieht eine jährliche Berichterstattung und eine so genannte Re-Auditierung mit Überprüfung der Fortschritte nach drei Jahren vor.

(Mehr Informationen zum "Audit Familiengerechte Hochschule" finden sich im Internet unter: www.beruf-und-familie.de).

Kinderbetreuung für Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität

Im Februar hat die Universität Bielefeld ein Abkommen mit der evangelischen Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde geschlossen: Die Bielefelder Kirchengemeinde wird Träger einer Kindertagesstätte für Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität - sowohl aus dem wissenschaftlichen Betrieb wie auch aus der Verwaltung. Ab dem 1. August stehen für 30 Mädchen und Jungen im Alter von vier Monaten bis sechs Jahren Plätze in der Jakob-Kaiser-Straße - in unmittelbare Nähe zur Universität - zur Verfügung. Speziell bei den Kindern bis drei Jahre (Krippe) gibt es in Nordrhein-Westfalen einen Betreuungsgrad von weniger als vier Prozent.

Eine wichtige Herausforderung bei der Konzeption des Betreuungsangebots: Insbesondere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler benötigen eine flexible Kinderbetreuung, denn ihre Arbeitszeiten sind häufig nicht planbar. Diese Flexibilität bietet die neue Kindertagesstätte durch Öffnungszeiten bis 18 Uhr und durch eine mögliche zusätzliche Betreuung außerhalb der regulären Zeiten (die allerdings extra bezahlt werden muss).

Sieht man von Betriebskindergärten einiger Universitätskliniken ab, dann ist die Universität Bielefeld in Nordrhein-Westfalen die erste Universität, die ein solches Betreuungsangebot ausschließlich für Kinder der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anbietet.


Das Studentenwerk Bielefeld betreibt zudem für Kinder von Studierenden zwei Kindertagesstätten mit insgesamt 135 Plätzen. In punkto Betreuungsrelation ist es damit Spitze unter den NRW-Studentenwerken.

Pressemitteilung Nr. 108/2006
Universität Bielefeld
Informations- und Pressestelle
Ingo Lohuis - Pressesprecher
Telefon: 0521/106-4145 (Sekretariat: 4146)
Fax: 0521/106-2964
E-Mail: ingo.lohuis@uni-bielefeld.de
Internet: www.uni-bielefeld.de
Weitere Informationen: http://www.beruf-und-familie.de/
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