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PK in Heidelberg: gerac-Akupunkturstudie in Annals of Internal Medicine

26.06.2006 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Erstattungsfähigkeit von Akupunkturbehandlungen bei chronischen Knie- und Rückenschmerzen beschlossen. Grundlage für diesen Beschluss waren die Ergebnisse der gerac-Studien, die von der Abteilung für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie der RUB (Prof. Dr. Hans-Joachim Trampisch) koordiniert und von einer Wissenschaftlergruppe des Universitätsklinikums Heidelberg durchgeführt und ausgewertet wurden (Prof. Dr. Norbert Victor). Die vollständigen Ergebnisse der Studie, die die Wirkung von Akupunktur auf chronischen Knieschmerz durch Gelenksverschleiß (Gonarthrose) untersucht hat, werden am 4. Juli veröffentlicht. Noch immer sorgt die Umsetzung der Ergebnisse dieser Studie in den G-BA-Beschluss für Diskussionen: Kommentare wie: "Es ist offensichtlich gleich, wie und wo man sticht" zeigen die deutliche Gefahr von Fehlinterpretationen. Bochum, 26.06.2006
Nr. 226

gerac-Akupunkturstudie in Annals of Internal Medicine
Pressegespräch am 6. Juli in Heidelberg
Grundlage für Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Erstattungsfähigkeit von Akupunkturbehandlungen bei chronischen Knie- und Rückenschmerzen beschlossen. Grundlage für diesen Beschluss waren die Ergebnisse der gerac-Studien, die von der Abteilung für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie der RUB (Prof. Dr. Hans-Joachim Trampisch) koordiniert und von einer Wissenschaftlergruppe des Universitätsklinikums Heidelberg durchgeführt und ausgewertet wurden (Prof. Dr. Norbert Victor). Die vollständigen Ergebnisse der Studie, die die Wirkung von Akupunktur auf chronischen Knieschmerz durch Gelenksverschleiß (Gonarthrose) untersucht hat, werden am 4. Juli veröffentlicht. Noch immer sorgt die Umsetzung der Ergebnisse dieser Studie in den G-BA-Beschluss für Diskussionen: Kommentare wie: "Es ist offensichtlich gleich, wie und wo man sticht" zeigen die deutliche Gefahr von Fehlinterpretationen.

PRESSEGESPRÄCH

Um solche Fehlinterpretationen zu vermeiden, diskutieren die beteiligten Wissenschaftler und Vertreter des G-BA die Studie bei einem

Pressegespräch
am Donnerstag, den 6. Juli um 12.00 Uhr
im Kommunikationszentrum des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg (dkfz), Konferenzraum 2, Im Neuenheimer Feld 280.
Moderation: Dr. Julia Rautenstrauch (dkfz, Heidelberg)

Als Gesprächspartner stehen zur Verfügung:
Für die gerac-Studie: Prof. Dr. Norbert Victor (Organisatorische und Statistische Studienleitung, Uniklinikum Heidelberg), Prof. Dr. Hanns-Peter Scharf (Klinischer Studienleiter, Orthopädischer Schmerztherapeut, Uniklinikum Mannheim), Dr. Konrad Streitberger (Verantwortlicher für die Akupunkturschemata der Studie, Uniklinikum Heidelberg), Prof. Dr. Hans-Joachim Trampisch (Leiter des gerac-Modellprojekts, Ruhr-Universität Bochum). Für den AOK-Bundesverband: Dr. Bernhard Egger (Mitglied des G-BA)

Die gerac-Studie

Die gerac-Studien waren die weltgrößten Akupunkturstudien. Je über 1000 Patienten mit länger als sechs Monate dauernden Knieschmerzen nahmen an der kontrollierten, randomisierten Studie teil. Sie wurden zufällig einer der drei Gruppen - Akupunktur nach den Regeln der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), Sham-Akupunktur oder Standardtherapie - zugeordnet. Die akupunktierten Patienten erfuhren nicht, welche Art Akupunktur sie erhielten: Die Akupunktur nach TCM-Regeln oder die für gerac eigens entwickelte Sham-Akupunktur an vermeintlich unwirksamen Punkten. Die Teilnehmer der Akupunktur-Gruppen erhielten zehn, bei Bedarf 15, Behandlungen binnen sechs bzw. zwölf Wochen. Falls notwendig, waren Schmerzmittel bis zu einem vorher definierten Höchstmaß erlaubt. Nicht erlaubt waren Zusatztherapien wie Spritzen. Die endgültigen Ergebnisse sechs Monate nach Ende der Behandlung liegen jetzt vor und werden in "Annals of Internal Medicine" veröffentlicht.

Weitere Informationen:

Für das gerac-Modellprojekt:
Prof. Dr. Hans-Joachim Trampisch, Abteilung für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie, Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/32-27790, Fax: 0234/32-14325, E-Mail: info@gerac.de, Internet: http://www.gerac.de

Für die gerac-Gonarthrosestudie:

Prof. Dr. Norbert Victor, Institut für Medizinische Biometrie und Informatik, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 305, 690120 heidelberg, Tel. 06221/ 56-4140, Fax: 06221/ 56-4195, E-Mail: victor@imbi.uni-heidelberg.de, Internet: http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Startseite-Institut-fuer-Medizinische-Biometrie-und-Informatik.5459.0.html
Weitere Informationen: http://www.gerac.de
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