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Lange Nacht der Wissenschaft der Universität Stuttgart - Enladung zum Presserundgang

03.07.2006 - (idw) Universität Stuttgart

"Wissenschaft entdecken" heißt es bei der Langen Nacht der Wissenschaft der Universität Stuttgart am 7. Juli 2006 auch für Vertreter und Vertreterinnen der Medien. Auch in diesem Jahr besteht die Gelegenheit, sich über ausgewählte Programmhighlights aus dem Forschungsbereich bei einem Presserundgang vorab zu informieren. Hierzu laden wir Sie sehr herzlich ein.

Beginn: 14.30 Uhr, Stuttgart-Vaihingen, Pfaffenwaldring 55, Foyer Erdgeschoss.
Wir bitten um Anmeldung unter Fax 0711/685-82188 oder e-mail: presse@uni-stuttgart.de

Station I: Organisierte Materialien - Neue Stoffe mit maßgeschneiderten Eigenschaften
Treffpunkt 14.30 Uhr, Pfaffenwaldring 55, Erdgeschoss
Organisierte Materialsysteme sind ein äußerst innovatives Feld der modernen Materialforschung, an dem unter anderem die Institute für Metallkunde, für Nichtmetallische Anorganische Materialien, für Makromolekulare Stoffe und Faserchemie sowie für makromolekulare Chemie der Universität Stuttgart beteiligt sind. Sie stehen im Mittelpunkt der ersten Station des Presserundgangs, bei dem die Herstellung von flüssigen Kristallen, einer Vielzahl von Kunststoffen sowie von Synthesefasern mit einer Spinnmaschine vorgestellt wird.
Der Begriff "Organisierte Materialien" bezeichnet komplex-strukturierte Materialien, die über ihre eigentliche physikalisch-chemische Primärstruktur hinaus eine übergeordnete Strukturierung im Nano- und Mikrometerbereich aufweisen. Diese erlaubt es, Stoffen bereits auf der Materialebene maßgeschneiderte mechanische, chemische, elektrische, magnetische oder optische Funktionen zu geben. Aktuelle Beispiele für dieses Konzept liefern etwa die photonischen Kristalle, bestimmte Polymerwerkstoffe und Flüssigkristalle, metall-organische Festkörper oder biologisch inspirierte Materialsysteme.
Künftige Anwendungen könnten solche Materialsysteme beispielsweise in Bauteilen, Sensoren, Beschichtungen oder Implantaten finden. Voraussetzung dafür ist aber ein grundlegendes Verständnis der verschiedenen Strukturbildungsmechanismen und ihrer Lenkung durch chemische, physikalische und verfahrenstechnische Parameter - eine Herausforderung, die die traditionellen Grenzen der klassischen Werkstoffwissenschaft klar überschreitet. Daher intensiviert die Fakultät Chemie der Uni Stuttgart derzeit eine interdisziplinäre Forschungskooperation, die sich zunächst an Wissenschaftler der Werkstoff- und Materialwissenschaft, der Chemie und Physik, der Mathematik und Informatik sowie der Biowissenschaften, später auch an die verschiedenen Ingenieurdisziplinen richten soll.

Station II: Gigapixel-Displays - Detailreichtum im Großformat
15.15 Uhr, Universitätsstraße 38 (Informatikgebäude), Hörsaal 38.02
Ein Flug durch den gläsernen Menschen oder die Visualisierung ganzer Galaxien sind bei den Virtual-Reality-Visualisierungen des neuen Instituts für Visualisierung und Interaktive Systeme (VISUS) der Universität Stuttgart schon heute zu sehen. Um die stetig wachsenden Datenmengen auf der nächsten Generation hoch auflösender High-Resolution-Displays noch flüssig darstellen zu können, ist jedoch noch viel Informatikforschung nötig. Darstellungsmöglichkeiten von völlig neuer Dimension werden Gigapixel-Displays ermöglichen, die ein landesweiter Forschungsverbund unter maßgeblicher Beteiligung von VISUS entwickelt. Solche Bildschirme sollen eine Milliarde Bildpunkte umfassen. Sie können einen Detailreichtum wiedergeben, der die Aufnahmefähigkeit des menschlichen Auges bei Weitem übertrifft.
Für die Realisierung solcher High-Resolution-Bildschirme gibt es verschiedene Ansätze. So erreichen Rückprojektionswände (so genannte tiled displays) mit mehreren Projektoren circa zehn Millionen Bildpunkte, durch Aneinanderreihen vieler LCD-Displays sollen bis zu 100 Millionen Bildpunkte erreicht werden. Die Erzeugung von solch hoch aufgelösten Bildern in interaktiven Raten (also mehr als 20 Bilder pro Sekunde) stellt die Computergraphik vor vielfältige Probleme. Diese reichen von Hardware-Aspekten bis zu algorithmischen Fragestellungen und Fragen der Wahrnehmung. Das Visualisierungsinstitut der Universität Stuttgart beschäftigt sich dabei vor allem mit dem Einsatz von GPU-Clustern, also parallelen Graphik-Computern. Ein Linux-Cluster mit acht Knoten, von denen jeder mit einer modernen programmierbaren Graphikkarte ausgerüstet ist, treibt die vier Projektoren einer Powerwall, auf der im Stereobetrieb immerhin rund sieben Millionen Pixel zu sehen sind.
Höhere aufgelöste Bilder bieten nicht nur für die interaktive Visualisierung neue Perspektiven. Auch "normale" Bildschirmbenutzer dürften davon profitieren: Die Wissenschaftler erwarten schon in näherer Zukunft hoch auflösende Bildschirme, die so günstig sind, dass sie im heimischen Fernseher, als Monitor am Arbeitsplatz oder als Informationsanzeigen an öffentlichen Orten eingesetzt werden können.


Gerne begleiten wir Sie im Anschluss an den Presserundgang zu weiteren Präsentationen. Die komplette Programmübersicht finden Sie unter http://www.uni-stuttgart.de/nacht/programm/.

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